Zebra Katz

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Putting voguing on the hip hop map. Mit »Ima Read« machte Zebra Katz des Begriffs des kompetitiven Lesens und öffentlichen Analysierens von Gegner*innen auch außerhalb des Ballrooms bekannt. Obwohl schon einige Jahre alt, löste das Lied erst in diesem Jahr durch die Hilfe von Rick Owens, die kontroverse Single-Veröffentlichung beim Mad-Decent-Sublabel Jeffree's und ein hervorragendes Video zahlreiche Reaktionen aus. Im Werk von Regisseur Ruben XYZ kehrt der US-Rapper als Lehrer zurück in die Schule zu maskierten tanzenden Schulmädchen. Mit Shining-Reminiszenzen wird es am Ende politisch, die Schule als »Ort, der Disziplinierung, der kulturellen Marginalisierung und des körperlichen Missbrauchs« entlarvt wie Oskar Piegsa in seiner Videokritik für SPEX N°338 analysierte. Für den Performancekünstler Ojay Morgan, der das Alias Zebra Katz zuerst als Charakter seines Stückes Moor Contradictions entwickelt, ist damit noch lange nicht Schluss. »W8WTF« geriet (auch visuell) ähnlich eindringlich und, äh, fesselnd wie zuvor »Ima Read«. Nebenbei schob der ehemalige Cateringfirmenleiter (im Nebenjob) noch die Ima Read Foundation via Room To Read an – hier geht es tatsächlich um das Lesen von Büchern.

  Heute spielt Zebra Katz mit Njena Reddd Foxxx das einzige Deutschlandkonzert einer kleinen Europatour im Berliner Festsaal Kreuzberg. Einlass ab 23 Uhr – mensch schafft es also von Zucker und Trümmer im ://about blank rüber.

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