We stand united, oder nicht?

en (u.a. Werbeagentur Jung von Matt), Verlage (u.a. Axel Springer Verlag, Spiegel Verlag), Produktionsfirmen (u.a. Markenfilm, Western Star) und Prominente (u.a. Reinhold Beckmann, Günther Jauch, Oliver Kahn, Xavier Naidoo) zusammengeschlossen, um mit einem aus eigener Tasche zur Verfügung gestellten Budget von 30 Millionen Euro für eine „neue Aufbruchstimmung in Deutschland“ zu sorgen.
Für die, nach eigenen Angaben, politisch unabhängige und überparteiliche Kampagne verzichten alle Beteiligten auf ihr Honorar. In einer Reihe von zweiminütigen TV-Spots sprechen „mehr als 40 prominente und nicht prominente Bürgerinnen und Bürger gemeinsam ein „Manifest“ für Deutschland“(Presseinfo). Das Resultat wird ab dem heutigen Abend auf ARD, ZDF, SAT1, ProSieben, Kabel 1, RTL, RTL 2, VOX, Super RTL sowie allen Premiere Spielfilmkanälen zu sehen sein. Und damit nicht genug: Auch in Tageszeitungen, Zeitschriften, Online-Medien, auf Plakaten und im Kino wird Deutschland mit der „Initialzündung einer Bewegung für mehr Zuversicht und Eigeninitiative“(ebenfalls Presseinfo) umworben.
Dr. Bernd Kundrun, Vorsitzender des Vorstandes des Verlagshauses Gruner + Jahr äußerte sich zu der von ihm mitgestalteten Aktion „Du bist Deutschland“ folgendermaßen: „Deutschland redet sich selbst schlecht. Dagegen wollen wir in diesem bislang einmaligen Schulterschluss einen Impuls setzen und einen Bewusstseinswandel für mehr Selbstvertrauen und Motivation anstoßen.“
Und damit dieses Anliegen von niemandem übersehen werden kann, wird die Kampagne bis Anfang nächsten Jahres laufen.

Es ist sicherlich nicht verwerflich, wenn der Einzelne hinsichtlich seines Lebens, welches in Deutschland stattfindet, Dinge benennen kann, die mit ihm/ihr zu tun haben und für die er/sie sich begeistern kann. Auch spricht nichts dagegen, jemandem zwecks aufrichtig gemeinter Motivation mal auf die Schulter zu klopfen, mag es noch so sehr nach Weltjugendtag klingen. Das funktioniert im zwischenmenschlichen Bereich, bzw. sollte dort möglich sein.
Das Problem an „Du bist Deutschland“ ist, dass es versucht, diese Privatheit mit einer gigantischen Kampagne zu erzeugen. Was bei mir für Frage- bzw. Ausrufezeichen sorgt, ist der Versuch, durch diese Aktion ein „Wir-Gefühl“ zu schaffen, dass a) nicht existiert und b) vielleicht zu Recht nicht existiert. So hat der Erfolg von Exportexperte Deutschland unter Umständen wenig mit den Sorgen einer Familie in Hamburg-Harburg zu tun. „Deutschland redet sich selbst schlecht“, heißt es aus dem Mund von Dr. Bernd Kundrun. Lautet die Alternative: „Reden wir uns daher gut!“? Das Erzeugen von Hoffnung mag die Toleranzgrenze des Ertragbaren erhöhen, ob man dadurch eine Änderung der Zustände hervorrufen kann bzw. es auf diese Weise überhaupt versuchen darf, halte ich für fraglich. Ach ja: Kommentar.

Unter dem Motto „Du bist Deutschland“ stimmen ab dem heutigen Tag 25 Medienunternehmen eine Motivationshymne auf dieses Land an. Aber der Reihe nach.nnFür die Aktion haben sich Agenturen (u.a. Werbeagentur Jung von Matt), Verlage (u.a. Axel Springer Verlag, Spiegel Verlag), Produktionsfirmen (u.a. Markenfilm, Western Star) und Prominente (u.a. Reinhold Beckmann, Günther Jauch, Oliver Kahn, Xavier Naidoo) zusammengeschlossen, um mit einem aus eigener Tasche zur Verfügung gestellten Budget von 30 Millionen Euro für eine „neue Aufbruchstimmung in Deutschland“ zu sorgen. nFür die, nach eigenen Angaben, politisch unabhängige und überparteiliche Kampagne verzichten alle Beteiligten auf ihr Honorar. In einer Reihe von zweiminütigen TV-Spots sprechen „mehr als 40 prominente und nicht prominente Bürgerinnen und Bürger gemeinsam ein „Manifest“ für Deutschland“(Presseinfo). Das Resultat wird ab dem heutigen Abend auf ARD, ZDF, SAT1, ProSieben, Kabel 1, RTL, RTL 2, VOX, Super RTL sowie allen Premiere Spielfilmkanälen zu sehen sein. Und damit nicht genug: Auch in Tageszeitungen, Zeitschriften, Online-Medien, auf Plakaten und im Kino wird Deutschland mit der „Initialzündung einer Bewegung für mehr Zuversicht und Eigeninitiative“(ebenfalls Presseinfo) umworben. nDr. Bernd Kundrun, Vorsitzender des Vorstandes des Verlagshauses Gruner + Jahr äußerte sich zu der von ihm mitgestalteten Aktion „Du bist Deutschland“ folgendermaßen: „Deutschland redet sich selbst schlecht. Dagegen wollen wir in diesem bislang einmaligen Schulterschluss einen Impuls setzen und einen Bewusstseinswandel für mehr Selbstvertrauen und Motivation anstoßen.“nUnd damit dieses Anliegen von niemandem übersehen werden kann, wird die Kampagne bis Anfang nächsten Jahres laufen. nnEs ist sicherlich nicht verwerflich, wenn der Einzelne hinsichtlich seines Lebens, welches in Deutschland stattfindet, Dinge benennen kann, die mit ihm/ihr zu tun haben und für die er/sie sich begeistern kann. Auch spricht nichts dagegen, jemandem zwecks aufrichtig gemeinter Motivation mal auf die Schulter zu klopfen, mag es noch so sehr nach Weltjugendtag klingen. Das funktioniert im zwischenmenschlichen Bereich, bzw. sollte dort möglich sein. nDas Problem an „Du bist Deutschland“ ist, dass es versucht, diese Privatheit mit einer gigantischen Kampagne zu erzeugen. Was bei mir für Frage- bzw. Ausrufezeichen sorgt, ist der Versuch, durch diese Aktion ein „Wir-Gefühl“ zu schaffen, dass a) nicht existiert und b) vielleicht zu Recht nicht existiert. So hat der Erfolg von Exportexperte Deutschland unter Umständen wenig mit den Sorgen einer Familie in Hamburg-Harburg zu tun. „Deutschland redet sich selbst schlecht“, heißt es aus dem Mund von Dr. Bernd Kundrun. Lautet die Alternative: „Reden wir uns daher gut!“? Das Erzeugen von Hoffnung mag die Toleranzgrenze des Ertragbaren erhöhen, ob man dadurch eine Änderung der Zustände hervorrufen kann bzw. es auf diese Weise überhaupt versuchen darf, halte ich für fraglich. Ach ja: Kommentar.n

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