Vorabstream: Bichkraft stellen sich mit ihrem neuen Album „800“ gegen die Dystopie

Foto: Artem Nadyozhin

Bichkraft werden oft als apokalyptische Reiter porträtiert, die die omnipräsente Depression ihrer Heimatstadt Kiew vertonen. Ihr neues Album 800 zeugt aber auch von Aufbruch und Hoffnung – jetzt im exklusiven Vorabstream bei SPEX.

In ihrem ersten Proberaum war es so kalt, dass Bichkraft mit Jacken und Mützen jammen mussten. Mittlerweile tingelt das ukrainische Post-was-auch-immer-Quartett mit Punk-Einschlag um die Welt, doch ist es schwer ihre Alben zu hören, ohne ihre Herkunft in die Musikerfahrung einfließen lassen. Im UN Human Development Index etwa ist die Ukraine das am zweitschlechteste bewertete Land in Europa, die Lage dort ist mit der in Jordanien oder Armenien zu vergleichen. Knapp 60 Prozent der Einwohner leben in Armut, das Land hat eine der höchsten HIV-Infektionsraten Europas – und der weiterhin schwelende Bürgerkrieg im Osten des Landes hilft auch nicht.

Das führt auch Kreative in Kiew laut Bandmitglied Jenya Fenec in die Sackgasse: „Die meisten Menschen langweilt das, was sie in Kiew tun.“ Bichkraft wurde vor einigen Jahren von Dima Novichenko und Jenia Bichowski in genau dieser Stadt gegründet – und vertont seither die gelangweilte Trostlosigkeit ihrer Heimatstadt nicht nur, die vier dröhnen auch dagegen an. Ihr neues Album 800, das wie alle ihre bisherigen Releases über das New Yorker Label Wharf Cat Records erscheint, ist nicht nur jene Dystopie, die die Musikpresse Bichkraft gerne zuschreibt – es ist auch Hoffnung. Wie die konkret klingt? Davon können Sie sich nun selbst ein Bild machen. Denn SPEX streamt 800 exklusiv und in voller Länge vorab.

 

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