Vom Funken zum Pixel – Ausstellung in Berlin

Vom Funken zum PixelSoeben noch widmete sich Arte in einem Themenabend der Steinzeit, in dessen Rahmen auch der Klassiker »Am Anfang war das Feuer« lief. Das Problem der frühgeschichtlichen Heldenhorde des Films besteht darin, dass das Feuer erlischt; auf der Suche nach dem neuen Stab des Lichtes und der Wärme müssen die Urmenschen bis zum äußersten gehen, zum Beispiel Mammuts verjagen. Im Zuge der Suche nach neuen Mythen, die  insbesondere die Nachmoderne der westlichen Gesellschaften prägt (hey, es ist der 9.11. …),  rücken Archäologie, Vor- und Frühgeschichte als Fundorte einfach zu erzählender Geschichten zunehmend in den Fokus. Insofern sind Konzeptausstellungen wie die seit 28.10. im Berliner Martin Gropius-Bau laufende »Vom Funken zum Pixel« inzwischen durchaus gängig.
    So einfach die Idee klingt, so plausibel wirkt sie auch, und der Titel klingt wie Underground Resistance-Poesie in meinen Ohren. »Flow Berlin 2007« etwa lautet der Titel einer der drei Installationen aus Licht- und Medienkunst, die erstmals im Rahmen der von Kurator Richard Castelli zusammengestellten Ausstellung gezeigt werden. Die Arbeit von Erwin Redl zeigt eine blaue LED-Welle, die über dem Lichthof des Martin Gropius-Bau schwebt. In der hier abgebildeten »Hemisphere« von Ulf Langheinrich dagegen werfen fünf Hi End-Beamer ihr Licht auf einen Kuppelbau. Dazu gibt’s viel Interaktion, und der begleitende Katalog ist im Nicolai Verlag erschienen.

Vom Funken zum Pixel
bis 14. Januar 2008
Martin Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

Abbildung: Hemisphere. © Ulf Langheinrich; Foto: Jirka Jansch

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