Verschiedene Nutzungsmöglichkeiten von hartem St. Pauli-Pflaster

St PauliSt. Pauli. Man hört ständig Hohelieder über den Verein an der Hamburger Reeperbahn, wenn man denn nicht selbst gerade im Fanblock des Millerntorstadions steht. Soeben lief in den deutschen Kinos der Film »St. Pauli! Rausgehen, Warmmachen, Weghauen« (Regie: Jürgen Bornemann) an, eine Fotoausstellung kann man derzeit ebenso besuchen, die Fan-Devotionalien mit weißem Totenschädel auf schwarzem Grund sieht man zudem im ganzen Land. Nun erreichte die Spex-Redaktion heute ein mittelschweres Päckchen (siehe Foto links), dessen Inhalt so minimalistisch wie praktisch ausfällt:
Pflaster von St Pauli

ein rund drei Kilogramm schwerer Pflasterstein. Die vom FC St. Pauli beauftragte PR-Agentur bewirbt damit den neuen St. Pauli-Shop an der Südtribüne des Millerntorstadions, der am 12. August eingeweiht und am 13. August offiziell eröffnet wird. Das Interior-Design soll dabei unserem Rezensionsexemplar gleichen: 65 Tonnen Hamburger Kiezpflaster wurden auf Maß zugeschnitten und verlegt, der Tresen soll laut Pressemitteilung aus einem schwarzen Monolithen bestehen. Tipp: eine neue Modelinie wird zur Shop-Einweihung ebenfalls vorgestellt, damit’s nicht immer nur das längst ausgewaschene schwarze T-Shirt von der Rückrunde anno dunnemals richten muss.

Wozu aber ist nun besagter Pflasterstein zu gebrauchen? Mit großzügigen Maßen von 20 mal 10 mal 5 Zentimetern wird er schließlich nicht nur zur Deko oder zum viralen Marketing eingesetzt worden sein, nein: Werbeagenturen denken immer auch an einen Zweitnutzen.

1. Als CD-Stütze:

CD-Stütze Pflasterstein

Funktioniert! Die mittelmäßigen Promo-CDs werden vom Stein wie gewünscht festgehalten und kommen nicht mehr in die Nähe der Redaktions-Stereoanlage, außerdem gibt es so nie wieder höhenbedingt umkippende CD-Stapel. Nachteil: die Konstruktion ist anfällig für Windstöße, weswegen Wertsachen möglichst nur unter Aufsicht in der Nähe des Steins platziert und aufbewahrt werden sollten.

2. Als CD-Schredder:

In Zeiten von Internet-Piraterie reagiert die »Industrie« gerne mit Watermark-CDs bei der Bemusterung von Journalisten. Diese beinhalten dann eine unhörbare digitale Datenspur, die wiederum Rückschlüsse auf den Besitzer bzw. Bemusterten zulassen. Um unliebsame Prozesse in unschönen finanziellen Dimensionen zu vermeiden, setzten wir zur Vernichtung besagter CDs bisher auf Scheren und Messer (Kratzer!) sowie pure »Handpower« (mittiges Durchbrechen. Achtung: Splittergefahr!). Ist das Pauli-Pflaster diesem Job gewachsen?

Wie man nach Durchsicht unserer kurzen Video-Montage feststellen kann: nein, der Pflasterstein ist für diesen Job leider gar nicht zu gebrauchen.

3. Als Türschild:

Türschild

Hier zahlt sich nun der strenge Charme des harten Steins aus: Dank des hohen Gewichts wahrt das St. Pauli-Pflaster auch in Hochkant-Lage die Form und empfängt den geneigten Besucher mit einer freundlich-distanziert-kühlen Art. So sieht’s aus!

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