Die Zahlen hinter iTunes, Spotify & Co

Plan B

Was verdient man online mit Musik? Die Band Plan B unterfüttert die fortwährenden Debatten jetzt mit detaillierten Zahlen aus der eigenen Bilanz.

Plan B hatten sich 1996 aufgelöst und vor zwei Jahren in leicht veränderter Besetzung wiedervereinigt. Neben dem Spielen gemeinsamer Konzerte wollte man auch drei Alben, die die Band zwischen 1989 und 1993 bei BMG Ariola veröffentlicht hatte, erneut herausbringen. Diesmal allerdings mit einem eigenen Label. Und SONY, welche mittlerweile die Rechte an den Alben besaß, überließ schließlich diese der Band bzw. deren Label – allerdings gegen einen Vorschuss und nur auf beschränkte Zeit bei weitergehender Einnahmenbeteiligung. Eine komplexe bis abstruse Situation, die von Plan-B-Mitglied Johnny Haeusler ausführlich in einem aktuellen Artikel auf seinem Blog Spreeblick geschildert wird.

An dieser Stelle legt er zudem die Zahlen offen, die Plan B 2013 netto mit jedem Verkauf eines ihrer Lieder und mit jedem Stream eines solchen verdient haben. Möglich ist das, weil hier Interpret und Label identisch sind, und solche Ausschüttungen eben zuerst an Letzteres gehen, das dann zuvor vertraglich festgelegte Anteile wiederum an Ersteren abgibt. Bei iTunes haben Plan B somit mit jedem digitalen Songverkauf etwas mehr (41 Cent) als bei Amazon (37 Cent), aber doch weniger als bei Google Play Music (46 Cent) verdient. Für den Stream eines einzelnen Titels zahlte ihnen der Streamingdienst WiMP 1,3 Cent, der Konkurrent Spotify hingegen 0,5 Cent. Von YouTube gab es pro Songstream sogar nur 0,1 Cent netto.

Weitere Zahlen zu anderen Diensten und Plattformen sowie zusätzliche Ergänzungen zu GEMA, Sonderkonditionen und CD-Produktionen finden sich bei Spreeblick. Empfehlenswert für die Lektüre ist hier auch der Kommentar von finetunes, welche als Digitalvertrieb mit Plan B zusammenarbeiten.