Intimität und Empowerment: Auf ihrem neuen Album Vagabon will die gleichnamige Künstlerin marginalisierten Gruppen einen Raum geben. Jetzt in Berlin – von SPEX präsentiert. 

Für Laetitia Tamko alias Vagabon ist allein ihre Existenz in dieser Welt ein politischer Akt (nachzulesen in Spex No. 373). Als Schwarze Person spürt sie trotz ihrer Müdigkeit in Bezug auf erfahrenen Alltagsrassismus eine Verantwortung: Mit ihrem neuen Album, was Einflüsse aus Frank Oceans Blonde und 2000er R’n’B enthält, will sie mehr Raum schaffen und einnehmen. Raum für sich und für die Schwarze Community.

Will mit Intimität, Ehrlichkeit und Empowerment ans Licht treten: Vagabon (Foto: Promo).

Große Aufmerksamkeit erlangte Tamko 2017 mit ihrem Indie-Album Infinite Worlds. Ganz nach dem Motto „Do it yourself” spielte die Künstlerin die Intrumentalparts selber ein und vereinte ruhige Momente, die sich zu empowernden Hymnen entwickeln. Durch den weltweiten Erfolg nach Veröffentlichung entschloss sich Tamko, die vorher als Informatikerin tätig war, Musik zu ihrem Vollzeitjob zu machen. Jetzt hat sie beide Vorlieben kombiniert und produziert das neue Album selber.

Neben einem neuen Stil, bringt Vagabon viel Intimität und Ehrlichkeit mit. Bestärkende Worte für sich und andere marginalisierte Gruppen finden sich zum Beispiel in „Every Woman”. Sie betont dabei, dass der Begriff „Woman” nicht auf ein Geschlecht festgelegt ist, sondern für all jene steht, die von der Gesellschaft unterdrückt werden. Vagabon erscheint am 18. Oktober.

Weitere Infos gibt es hier.

SPEX präsentiert Vagabon (live)
23.10 Berlin – Berghain Kantine