Über demokratische Mode und Sehnsüchte: Bread&Butter / Ticketverlosung

Zalando eventisiert die einstige Tradeshow zum Mode-Happening für alle – mit Schauen, die im Gegensatz zur Fashion Week jeder besuchen kann, und einem vom Boiler Room kuratierten Musikprogramm.

Im Sommer 2015 gab die Bread&Butter ihr Aus bekannt – eine der wichtigsten Streetwear-Messen verschwand damit vollständig aus der Berliner Modewoche. Anfang des Jahres dann die Wiederbelebung: Zalando übernahm und verlegte den Termin in den Herbst 2016. Der Online-Versandhandel will die frühere Tradeshow in den kommenden Tagen in eine knallbunte Trendshow verwandeln und sein Anliegen, Menschen mit Marken zu verbinden, auch offline umsetzen. Der Promibonus trägt sein Übriges zur Eventisierung bei: Gigi Hadid präsentiert ihre Kollektion für Tommy Hilfiger, ASAP Rocky spielt die Hits, das Modehaus Marni zeigt eigens für Zalando entworfene Stücke. Einige Kollektionen sind gar via Augmented Reality erlebbar.

Mit den auf den Schauen vorgestellten aktuellen Herbst/Winter-Kollektionen positioniert sich die Trendshow näher am Endverbraucher und testet, wie bereits einige große Modehäuser, das See-Now-Buy-Now-Prinzip. Aber auch das musikalische Programm beansprucht unter dem Titel »Now« unbedingten Aktualitätsanspruch. Mode und Musik funktionierten eben nicht ohne einander, sagen die Veranstalter. Bei der Bread&Butter wird der Mode noch Verzauberungspotential zugesprochen, hier ist die Mode noch Sehnsuchtsort. Was sich freilich auch besser verkauft.

»Wenn du auf eine Party gehst, auf der einige unserer DJs auflegen, kannst du dort die hippsten und faszinierendsten Menschen Berlins treffen. Und mit hip meine ich, Mode als eine Erweiterung der eigenen Kreativität zu verstehen, statt sie als Statussymbol zu tragen«, erklärt Michail Stangl vom Boiler Room Berlin, der mit seinem Team das Musikprogramm kuratiert. Wie die Modemesse hat sich auch der Boiler Room dem Drahtseilakt verschrieben, Underground-Kultur und Exklusivität einer größeren (Online)Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Stangl möchte mit dem Musikprogramm Konventionen, bestehende Formen und Muster hinterfragen. Das sei schließlich auch die Idee der neuinterpretierten Modemesse. Vor allem Nachwuchskünstler, die der Modeindustrie nahestehen, werden auf der Bread&Butter auftreten. Beim Booking hat er auch auf ein ausgeglichenes Verhältnis von männlichen und weiblichen Acts Wert gelegt, die Genres reichen von French Trap über Londoner Dancehall bis hin zu R&B aus Neuseeland.

Die generalüberholte Bread&Butter findet vom 2. bis 4. September in der Berliner Arena statt. Weitere Infos und Tickets gibt es hier.

SPEX verlost 2×2 Tickets für die Bread&Butter. Eine E-Mail mit vollständigem Namen an gewinnen@spex.de mit dem Betreff »Bread&Butter« genügt zur Teilnahme. Teilnahmeschluss ist der 1. September.

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