Transkulturalität statt Terror: Neue Perspektiven aus Pakistan im HAU

Schon morgen startet das dreitägige Festival From Inside to Way Out im Berliner Hebbel Am Ufer. Dabei wird es um aktuelle künstlerische Perspektiven aus Pakistan in einem transkulturellen Kontext gehen.

Die popkulturelle Diversität und Relevanz des arabischen Raums ist spätestens durch Künstlerinnen und Künstler wie Omar Souleyman, Yasmine Hamdan oder auch Fatima Al Qadiri im Bewusstsein hierzulande angekommen. Doch wie sieht es eigentlich weiter östlich aus? Über popkulturelle Trends in Afghanistan oder Pakistan weiß man in Deutschland im Grunde nichts. Herrschen dort nicht sowieso immer nur Krieg und Terror? Wer mag da, wo Chaos herrscht, wo gestorben wird, schon von Kultur sprechen – von Subkultur gar?

Die Verantwortlichen des Berliner HAU tun es trotzdem, zumindest im Falle Pakistans. Sie wollen auf dem Festival-Wochenende From Inside to Way Out neue Perspektiven aus und auf dieses Land vermitteln, und das möglichst interdisziplinär. Dabei steht Transkulturalität im Mittelpunkt, die Fixpunkte sind dabei die Metropolen Karachi und Berlin. Es geht um die Geschichte und Gegenwart des pakistanischen Kinos, um Konzepte des öffentlichen Raums als politischem Forum und Begegnungsort, um Flucht und Vertreibung, um hybride Identitäten in Pakistan zwischen Tradition und Ablehnung.

Und es geht um Musik. Die Gebrüder Teichmann, Tausendsassas der deutschen Tech-House-Szene und Mit-Kuratoren des Festivals, haben wieder einmal ein neues Label gegründet. Noland Records soll sich explizit auf den internationalen Charakter elektronischer Musik konzentrieren. Der ersten Platte, Karachi Files, wird das Record-Release-Konzert am Festival-Samstag gewidmet sein. Die Karachi Files entstanden im Mai 2015, als sich zwölf Musikerinnen und Musiker aus Pakistan, den Malediven und Deutschland in einem Haus in Karachi zum »Soundcamp« trafen. Das Release-Konzert wird ihr erster gemeinsamer Auftritt sein. Alle weiteren Infos zum Festival gibt es hier.

From Inside to Way Out – Perspectives from Contemporary Pakistan
13. – 15.05. Berlin – HAU

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