Torstraßenfestival 2017: Line-Up komplett / Ticketverlosung

ZULI, Hussein Sherbini, Bosaina, $$$TAG$$$ und Ismael bilden zusammen das ägyptische Elektro-Kollektiv Kairo Is Koming.

Als kleines Nachmittagsprogramm verschiedener Läden der Berliner Torstraße hat es angefangen. Mittlerweile ist es zu einem viertägigen Festival herangewachsen, das lokalen Acts und internationalen Künstlerinnen, Community und Vielfalt ganz viele Bühnen bietet: Das Torstraßenfestival geht in die verflixte siebte Runde, aber das Line-Up zeigt, dass das keinen Grund zur Sorge gibt.

„The 7 Year Itch“ lautet das Motto des 7. Berliner Torstaßenfestivals, das sich an vier Tagen mit den Möglichkeiten von Pop und Festivalkultur in Zeiten komplexer Weltgeschehnisse auseinandersetzt – denn Pop ist Haltung, Pop ist empowerment, Pop ist der Nerv der Zeit. Die Umstände erfordern nur manchmal einen längeren Atem. Und das Line-Up beweist, dass die Akteure des Torstraßenfestivals genau diesen haben. In den vielzähligen Locations, zu denen u.a. Acud Macht Neu, das Babylon-Kino und natürlich Kaffee Burger gehören, steht das Festival auch in diesem Jahr für aktiv gelebte Diversität ein.

Den Auftakt am Donnerstag, den 8. Juni, wird das ägyptische Elektro-Kollektiv Kairo Is Koming im Roten Salon der Berliner Volksbühne machen. Als Gründerinnen von VENT, einem zum safe space mutierten Begegnungsort der Undergroundszene Kairos, haben sich die fünf Künstlerinnen zum subkulturellen Sprachrohr der ägyptischen Clubmusik etabliert. ZULI, Hussein Sherbini, Bosaina, $$$TAG$$$ und Ismael blicken mittlerweile auf Veröffentlichungen mit Labels wie Kitsuné aus Paris oder Lee Gambles UIQ zurück – und versprechen weiterhin, engstirnige westliche Vorstellungen von orientalischer Clubmusik auf den Kopf zu stellen. Vor den Live-Sets wird um 20 Uhr zum Diskutieren mit den Künstlerinnen des ägyptischen Elektro-Kollektivs eingeladen.

Am Freitag, der offiziellen Eröffnung des Festivals, wird im Acud-Club nach dem Panel zum Festivalthema die Neuköllner Glamour-Band Neukölln Country Club mit vielen Special Guests den Abend aufheizen, darunter einige Festivalkennerinnen: u.a. Jaakko Eino Kalevi, Itaca sowie Helen Fry.

Samstag ist der Tag des Torstraßenfestivals: neun Bühnen, mehr als 35 Acts und natürlich eine Aftershowparty. Ganz nach dem Anspruch des Festivals, vielfältige Ideen zu Gegenentwürfen der Gegenwart in der Musik zu erforschen, werden Künstlerinnen wie Mary Ocher, die Washingtoner Punks von Priests, Malis Wassoulou-Sängerin Nahawa Doumbia sowie Flamingods auftreten, die als bahrainisch-britisches Psychedelic-Kollektiv mit ihrem eklektischen Musikstil mehr Welt in sich tragen als jede Northface-Jacke je bereist haben könnte. Über die Hälfte des Line-Ups des Torstraßenfestivals machen aber vor allem Berliner Künstlerinnen und Künstler aus: Dabei ist alles von Steven Warwick über Noiserin Pan Daijing und Mbira-Spielerin Stella Chiweshe bis hin zum Brandherd-Pop von Carla dal Forno. Und: Hip Hop aus Wedding 65! – auf der Straße sind die alten Postleitzahlen noch immer aussagekräftiger als TomTom-Navis –, represented by Battle-Rap-Konsorte Shacke One.

Erstmals wird die australische Singer/Songwriterin Kat Frankie eine Bühne kuratieren, bespielt wird diese unter anderem von Itacas Italo-Disco aus Berlin, Leila Akinyi mischt mit ihrem afrodeutschen Rap auf. Außerdem: Leila Zanzibars Dream-Pop-Band Highest Sea, deren verträumtes Video zu „La Bella Soledad“ heute erstmals auf SPEX.de zu sehen ist. Regie dafür führte James Slater, bekannt aus seinen Arbeiten für Kaiser Chiefs oder Daughter. Auf der vom „Das Wetter“-Magazin kuratierten Bühne kommen Mavi Phoenix’ moderner R’n’B und Kunst-Rap von Der Täubling zusammen.

Zum Feiern und Ausklingen des Festivals lädt das Acud zur Aftershowparty, musikalisch untermalt von feinen Beats des Berliner Bassgang-Kollektivs und Nene Hatuns Elektro-Pop mit psychedelisch-anatolischem Vibe. Weiteres Gimmick: Zum ersten Mal wird es einen Record-Label-Markt im zweiten Stock des Acud geben, bei dem Berliner Independent-Labels wie City Slang, PAN oder Miasmah eine Plattform geboten wird.

Krönender Abschluss der diesjährigen Ausgabe des Festivals wird der Super Sunday im Babylon-Kino bilden: Ehemalige Newcomerinnen des Festivals spielen im Rahmen des Grande Finale. Mit dabei: Dream-Popperin Magic IslandPerera Elsewhere (mit neuem Album!) sowie die Multikulti-Surf-No-Waver um Jonas Poppe und Chris Imler, Oum Shatt aus dem Wedding (65!).

Und wer die Füße bis zum offiziellen Auftakt gar nicht stillhalten kann: Eine Woche vorher gibt’s schon die Warm-Up-Veranstaltung TSF’17 x Pop Montréal, die nunmehr dritte Kooperation des Berliner Festivals mit seinem kanadischen Bruder im Geiste. Im Acud Club werden die kanadische Synth-Pop-Band Mozart’s Sister mit dem afrokanadischen Sänger Pierre Kwenders zusammenkommen, der sich irgendwo zwischen Rumba, Hip Hop und House zuhause fühlt.

SPEX verlost 1×2 Festivaltickets sowie 1×2 Tickets für den Super Sunday. Zur Teilnahme genügt eine Mail unter Angabe des vollständigen Namens sowie dem Betreff „Torstraße“ an gewinnen@spex.de.

Torstraßenfestival 2017
08.06. – 11.06. Berlin Mitte

Weitere Infos sowie Tickets gibt’s hier.

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