Tocotronic K.O.O.K.

Tocotronic K.O.O.K.
Tocotronic

K.O.O.K.
26.07.1999 — Label L'age d'or

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Party like it’s 1999? Davon ist in diesem Jahr nicht die Rede. Es ist bloß das vor 2000, man ist irgendwie um die 30, nicht jung, nicht alt, schwierige Situation. Tocotronic sind auch fast 30 und könnten den Deckel zumachen, ihre Legende ist schon besiegelt. Doch dann fällt im Sommer dieses halbgaren Jahres dieser Meteoritenbrocken vom Himmel, der nicht allen gefällt: K.O.O.K. »Was sollen die vielen Synthies?«, meckern die Indie-Rocker, »wo sind die T-Shirt- Slogans, Jugendbewegung, Freiburg, ihr wisst doch?!« Ja, Tocotronic wissen das. Die Songs haben keine eingängigen Refrains mehr, schwelgen in der »neuen Seltsamkeit« und treffen eher von hinten durch die Brust ins Auge (»Um die Ecke gedacht«). K.O.O.K. weiß schon, dass es Kapitulation geben wird. Die Fanfare von Europes »Final Countdown« in »Let There Be Rock« zeigt, wie lächerlich das alles ist, unsere und eure Kleinkunst. Aber auch, wie erhaben und schön.

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