The Sight Below

The Sight BelowRepetition und feinäderige Variation und die Schönheit der Hypnose: Schon das zu Ende gehende Jahr wucherte mit diesen Paradigmen. My Bloody Valentine spielten ausverkaufte Konzerte in Großbritannien, Dubtechno ist zurück, und Wolfgang Voigt spielte »Gas« live. Da kündigt sich auf Ghostly International eine Fortsetzung dieser Merkmalsverkettung an: »Glider« lautet der Titel des Debüt-Albums von The Sight Below und es erscheint am 30. Januar 2009.

    Wo der Titel noch eine Verbeugung vor einem der prominenten Tracks My Bloody Valentines darstellt, entwickelt der anonym bleibende Produzent, Musiker und Video-Regisseur The Sight Below im Verlauf der neun Stücke – deren Titel von »At First Touch« bis »Nowhere« viel über die Sound-Ästhetik verraten – eine eigene musikalische Artikulation an den Rändern von Ambient, House und Gitarren-Psychedelia.

    Sachte pulsieren Beats im Viervierteltakt, und Hallschleifen verlieren sich in karger Weite. So muss es weitergehen mit Zen-Pop. Und das Gute daran: Mit der umsonst zu habenden EP »No Place For Us« hat der Anonymus aus Seattle dieses Klangbild bereits skizziert.

    A propos Anonymus: Eine Vermutung sei erlaubt – vergleicht man die visuelle Ästhetik des Gestalters Mike Cina mit der Musik von The Sight Below, so könnten identitentäre Übereinstimmungen nicht unbedingt schocken.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.