The Kooks – Neon-Konk, Shows im Juni

The Kooks KonkDas neue Kooks-Album, also. Wie man sehen kann ist New Rave nicht spurlos an Luke Pritchard und Kollegen vorbeigegangen: etwas Neon muss es schon sein. Ihr eigener Club namens »Konk«? Oder haben sie einfach die Fassade ihres Proberaums verschönert? Leider ist es nur der Eingang der The Kinks-»Konk Studios«, wo das Album auch aufgenommen wurde. Was aber kann man aus dem Cover des zweiten Kooks-Albums noch so lernen?
A: Die Frisuren der Band sehen immer noch mühsam derangiert aus.

B: T-Shirts trägt man 2008 immer noch über der Hose.

C: In die Kamera schaut man nicht (Schnappschuss).

D: Drummer Paul Garred sieht im Profil aus wie Dirk von Lowtzow.

E: Bassist Max Rafferty ist zwar auf dem Cover zu sehen, darf aber nicht mehr mitspielen.

F: The Konks als neuer Bandname (noch dazu in Neontypo) wäre vermutlich der genialere Name für The Kooks.

G: Musik wird mit dem Artwork von »Konk« auch verkauft, falls das von Interesse ist …

The Kooks Konk Front

Schon der Anfang: Wo »Inside In / Inside Out« noch mit »Seaside« und »See The World« begann, startet »Konk« mit »See The Sun«. You see?! Pritchard singt darin, dass »man alles haben kann«, »Liebe« und »Verluste«, aber wenn es auf »dich, girl« ankommt, dann sei es »egal was du tust«, hauptsache du denkst gut nach und erkennst, dass Luke Pritchard (an dieser Stelle den eigenen Namen einsetzen) »gut zu dir war«. Ein Jungssong über Tragödien wie »Loss«, »Love« oder »Loneliness«. Gar nicht so schlecht!

Die erste Single »Always Where I Need To Be« beginnt wie »I Found Out« von The Pigeon Detectives, eine Spur zackiger allerdings. Damit hat es sich aber schon mit der Ähnlichkeit: ein schmissiger Gitarrensong, ein schöner »Du-u-dudu-duduu-dudoo«-Chorus, eingängig. Geht in England wahrscheinlich auf Platz 1 der Single-Charts, in Deutschland floppt sowas natürlich wieder. Schade.

»Do You Wanna« ist ein drückender Popsong, der auch mal U2-Gitarren auffährt, sich inhaltlich aber um Sex dreht. Pritchard, dringlich fragend: »Do you wanna / do you wanna / do you wanna make love to me?« Darauf Pritchard, selbstsicher: »I know you wanna / i know you wanna / I know you wanna make love to me«. Ziemlich gut!

»Shine On« beginnt mit Casio-Keyboard, der Chorus fordert »Shine, shine, shine on«, gefolgt von einem schmierig-guten »Shalalalala«. Außerdem fragt Pritchard: »Why do you bite the hand that feeds (you)?«. Zuviel Reznor gehört, oder was? Trotzdem: Sweet!

»Tick Of Time« ist ein typischer Rausschmeißer-Song mit Studiogekicher, verwirrten »Are we recording?«-Fragen aus dem Off, ruppiger (bzw. nicht vorhandener) Produktion; wahrscheinlich war noch Platz auf der CD über, das erklärt auch den »Hidden Track«. Beide nicht ganz so gut, trotzdem gar nicht so verkehrt.

Was bleibt zu sagen? Wer »Konk« im breiten, überakzentuierten Englisch (also prä-palatal bis velar) ausspricht, kann gerne auch mit »Cock« verstanden werden. Zusammen mit den Einzelwertungen (»Gar nicht so schlecht«, »Schade«, »Ziemlich gut«, »Sweet«, »Nicht ganz so gut, trotzdem gar nicht so verkehrt«) ergibt nach den ersten Durchläufen: 2,4.
Differenziertere Meinung folgt in Bälde.

Bonus: die Rückseite (aka ›Tracklist‹) unseres Promos, falls sowas von Interesse ist.

The Kooks Konk Back

Zum Schluss: Die Kooks in Paris bei La Blogothèque, die Jugend kreischend. Nice.


VIDEO: The Kooks – Ooh-La

The Kooks Live:
17.06. Köln – Palladium
18.06. Berlin – Columbiahalle
20.06. Neuhausen ob Eck – Southside Festival
22.06. Scheessel – Hurricane Festival

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