Olympia? The Julie Ruin!

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The Julie Ruin, das jüngste Projekt von Front-Riot-Grrrl Kathleen Hanna, meldet sich mit neuem Bewegtbild zurück: »Goodnight, Goodbye«.

Entgegen der aufsässigen Kunterbund-Ästhetik des ersten Videos zu »Oh, come on« setzt das neue Material auf gängige Retro-Bebilderung. Das von der Videokünstlerin Sally Cinnamon auf Super-8 (Heute könnte es natürlich auch ein Smartphone gewesen sein …) gedrehte Video zeigt Hanna und Kollegen einen Tag lang beim Rumhängen vor und nach einem Konzert in Olympia, Washington.

Genau jenes Olympia nämlich, in dem Hanna in den 90ern ihr durch einen Nebenjob als Burlesque-Tänzerin finanziertes Fotografie-Studium aufnahm und mit der Gründung einen feministischen Kunstgalerie und ihrer ersten Bands Amy Carter und Viva Knievel den Grundstein ihrer Karriere als öffentliche Kämpferin für feministische Anliegen legte. Dort gründete sie auch Bikini Kill, nach deren Auflösung sie die Stadt in Richtung New York City verließ – um eine Solokarriere unter dem Namen Julie Ruin zu starten. Nach dem Zwischenstopp Le Tigre sind The Julie Ruin nun eine richtige Band geworden und kommen mit ihrem Album Run Fast im Mai auf Tour.

Ob mit dem Video ein Querverweis zu diesen Umständen hergestellt werden soll, ist nicht ganz klar. Anhand des Titel »Goodnight, Goodbye« liegt es jedoch nahe.