The-Dream »Black«

The-Dream mit Video zu Black

Ungewohnte Töne, von dem Mann, der sonst für Rihanna, Beyoncé & Co schreibt: The-Dream hat sein Protestlied »Black« veröffentlicht, das den Fokus von den Donald Sterlings dieser Welt auf die Strukturen lenkt.

Der R'n'B-Sänger The-Dream ist als Songschreiber ein verlässlicher Hitlieferant für nahezu alle derzeit kommerziell relevanten Größen dieses Genres, zugleich inspirierte sein Schaffen auch die neue Riege des Neo-R'n'B rund um The Weeknd und Frank Ocean. Mit seinem jetzt veröffentlichten Lied »Black« greift Terius Nash diesmal allerdings gesellschaftspolitische Thematiken auf. Während am gleichen Tag der NBA-Clubbesitzer Donald Sterling für seine rassistischen Äußerungen mit einer Strafe und lebenslangen Sperre von der Basketballliga belegt wurde, spannt The-Dream den historischen Bogen zurück bis in die 1950er und verknüpft zahlreiche Freiheits- und Bürgerrechtsbewegungen miteinander. Martin Luther King, Nelson Mandela, Malcom X, Tommie Smith & John Carlos und Harvey Milk sind hier u. a. vertreten, kontrastiert von Personen wie Joseph Kony oder eben Sterling. (Tommy Hilfiger ist hier allerdings zu Unrecht eingebunden.) Angesichts einer Verschiebung vom offenen zum latenten Rassismus konstatiert der Sänger, alles habe sich nur spärlich zum Besseren gewandelt. Bemerkenswert ist sein Schlusswort, welches eine allgemein veränderte Sichtweise fordert:

»Black isn't just a color. Black isn't just a race anymore. It's a feeling and a place from which one feels isolated by the world of the governing elite. Classism is the new racism. This is what black feels like.«

Das Thema des Songs hatte im letzten Jahr auch unser Autor Steven Lee Beeber in seinem Artikel »Slave to History« aufgegriffen.