Samstag, Januar 25, 2020

Tief gesunken überleben

ALBUM DER WOCHE – Ja, Bohren & Der Club Of Gore fangen auf ihrem neuen Album Patchouli Blue total falsch an. Bis das Licht ausgeht. Und aufgeht, was die Band seit Jahrzehnten einzigartig macht: Saxofon, Fender Rhodes, Besen und die Nacht.

Musik von morgen: Sterni zum Frühstück

KOMMENDE RELEASES – Pisse sind zurück, Wire auch. Nie Die Gehirne gehört? Shitkids Alt-Rock auch nicht? Ok, Boomer, Okay Kaya! Die Musik von morgen.

„Für Kurdinnen war es konstant beschissen”: Der SPEX-Podcast, Folge 5

PODCAST – Kurdistan, Diaspora, Märtyrerinnen und alternative Geschichtsschreibung: Die multidisziplinären Künstlerinnen Cemile Sahin und Leyla Yenirce sind zu Gast im Studio. Außerdem: Dan Bejar alias Destroyer mag es stürmisch und Ebow verzeiht sich ihre Panikattacken.

Freudentaumel, Häuserschlachten

REVIEW – Ladj Lys oscarnominierter Debütfilm Die Wütenden zoomt auf die Pariser Vorstädte. Zu sehen: Ein Teufelskreis aus polizeilicher Willkür und der Zorn derer, die sie ertragen müssen. Politik entsteht hier nur im Dissens.

Zwinker, zwinker!

KOMMENTAR – Der Schauspieler-Regisseur-Künstler-Dozent-DJ Lars Eidinger ist jetzt auch Designer. Seine Aldi-Rip-Off-Ledertasche kostet 550 Euro, Eidinger bewirbt sie mit Fotos von Schlafplätzen Wohnungsloser. Wahnsinn? Ja, mit Methode.

Lieber gar nicht erst versuchen

ESSAY – Greta Thunberg und die Fridays-for-Future-Jugend? Hollywood-Stars mit politischer Agenda? Alles Heuchler_innen! Die Stand-Up-Comedy hat sich in jüngster Zeit zu einem polemischen Schreihals entwickelt. Dahinter steckt ein gesellschaftliches Problem.

Vom Leselicht ins Schwarzlicht

ALBUM DER WOCHE – Bergsonist hat sich nach einem Philosophen benannt und will auf ihrem dritten Album irgendwas mit Gesellschaft untersuchen. Klingt nach Proseminar und Fördergeldantrag? Nichts da! Middle Ouest liefert schlicht Futter für sämtliche Regionen zwischen Kopf und Fuß. 

Musik von morgen: Die Sache ist ernst!

KOMMENDE RELEASES – Heute schon in die Musik von morgen lauschen. Diese Woche mit Algiers, OOIOO, Deserta, Oval und Deena Abdelwahed.

Es muss eine Befreiung vom Weißsein geben

LE ZUKUNFT DEVE COME – Den Kapitalismus abzuschaffen, heißt eine Superreligion des Weißseins abzuschaffen. Bis dahin liegt aber noch viel Arbeit vor uns, schreibt Georg Seeßlen in seiner Kolumne. Und Musik ist ein wichtiger Teil davon.

Der Welt sagen: „Wir sind hier!“

ESSAY – Türkischer Rap erlebt seit Jahren einen Aufschwung und erreicht ein immer breiteres Publikum. Kurdischer Rap hingegen fristet weiterhin ein Dasein im Untergrund. Warum nur?

Nichts und niemanden auslassen

REVIEW – Lost-Erfinder Damon Lindelof hat den Comic-Meilenstein Watchmen in die Gegenwart geholt. Seine Serie erzählt von Schmerz, Trauma und Faschismus – und ist doch das erste Standardwerk einer neuen, wachen, hellen Zeit.

München mag dich (nicht)

REVIEW – Unter dem Namen Fehler Kuti hat der Anthropologe Julian Warner ein ebenso kritisches wie konstruktives Album vorgelegt. Schland Is The Place For Me deckt mit experimentellen Mitteln rassistische Strukturen auf.

Betrunkene Frauen und Robotermädchen: Der SPEX-Podcast, Folge 4

PODCAST – In der vierten Ausgabe unseres Podcasts haben wir unser Aufnahmestudio in eine zünftige Kneipe verwandelt, um mit Lisa Jeschke über ihre Anthologie der Gedichte betrunkener Frauen zu sprechen. Außerdem lehrt Cate Le Bon walisische Redewendungen und Mithu Sanyal kritisiert den Entwurf zum SOGISchutzG.

Sax, Spionage und Entspannung

INTERVIEW – Die Musik von Galcher Lustwerk gleitet so geschmeidig dahin wie ein Sportwagen. SPEX traf den House-Produzenten in New York zum Gespräch.

Gestreamte Gegenwart, verlorene Zukunft

DAS JAHRZEHNT – Die Zehnerjahre waren die Dekade des Musik-Streaming. Eine Dekade, in der Künstler_innen zu Rohstoffen degradiert wurden. Über Spotify und das Ende nachhaltiger Karrieren.

In Sachen Hässlichkeit ist noch Luft nach oben

DAS JAHRZEHNT – Aufgeschäumte Plastikungetüme, Rebellion in Gleichheit, Insider-Witze zum Gegenwert einer Monatsmiete. Das Jahrzehnt war modisch gesehen schlimm? Ok, Boomer. Eine Revue der größten ästhetischen Aufreger der Dekade.

In der Not frisst der Teufel Popcorn

DAS JAHRZEHNT – Die Realität holte im vergangenen Jahrzehnt das Kino ein. Wie das reagierte? Es zog ein junges und zukunftsängstiges Publikum in den Abgrund, letzte Ausfahrt: Horrorfilme. 

Die ganze bucklige Verwandtschaft

REVIEW – Der Aufstieg Skywalkers dreht zurück, was Rian Johnson zuletzt erneuert hatte. Der Film ist ein einziges Mehr – und markiert damit die Marvelisierung des Star-Wars-Franchise. 

Die besten Alben 2010-2019: Platz 3-1

RANKING – Die Würfel sind gefallen, die Korken knallen, das Jahrzehnt kann uns gerne gestohlen bleiben. Im nächsten sind diese drei Alben dabei. Die Plätze 3 bis 1 unserer Top 200 SPEX-Alben der Dekade.

Ich will böse sein!

DAS JAHRZEHNT – Die Hexen sind zurück. Nachdem sie jahrhundertelang dämonisiert wurden, kämpfen sie jetzt mit voller witchcraft gegen die Verhältnisse. Denn: Wenn es scheiße läuft, kann nur noch Magie helfen.