»Eine interessante Art der Entfremdung«

Wenn Ende August das neue Album »Fukui« der Gruppe Stella erscheint, wird man seine Hörgewohnheiten erst einmal neustarten müssen. Auf »Fukui« werden zwar viele Geschichten auf den elektronischen Arrangements von Thies Mynther und Mense Reents erzählt, nur sind diese Geschichten von Stella-Sängerin Elena Lange vollständig auf japanisch gesungen. Einen ersten längeren Vorgeschmack verschenken Stella nun als MP3.

    »Nobody Can Do Me Harm« schlägt hier ein die Verständnisbrücke. Bei dem einzigen auf der Tracklist mit rein englischem Titel ausgewiesenen Stück sind zwar wie auf dem Rest des Albums StudentInnen der Japanologie in Sachen Begriffsvermögen zunächst klar im Vorteil – allerdings hört man hier einen ausführlichen Exkurs ins Englische in Form zackigen Sprechgesangs. Elena Lange erklärte uns die japanische Sprachwahl so: »Wir haben Japanisch ›gewählt‹, weil das gesungene Japanisch ästhetisch anziehend wirkt – zumindest auf uns – und eine interessante Art der Entfremdung stattfindet. Aber wie ein großer Philosoph bereits sagte: ›Wäre das Fremde nicht länger verfemt, wäre Entfremdung kaum mehr.‹«

   Alle des Japanischen nicht mächtigen LeserInnen mögen aber beruhigt sein: Es wird eine Überseztung der Stella-Texte geben, spätestens mit der Veröffentlichung von »Fukui« am 27. August.

 

MP3: Stella – Nobody Can Do Me No Harm

Abbildung: Ausschnitt des »Fukui«-Covers von Stella, im Original »São Paulo Exhibition I.« von Sergej Jensen

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