Stars On MP3

TonspionDie Kollegen vom Tonspion haben einen Selbstversuch unternommen. Unter dem glamourösen Titel »Stars On MP3« hat sich Chefredakteur Udo Raaf anhand der Top Ten der derzeitigen Album-Charts auf die Suche nach DRM-freien Angeboten gern gekaufter Musik begeben. Das Ergebnis zeit eine Fratze, die ähnlich schlimm aussieht wie die Charts selbst. Denn während Number One ( »Viva La Vida« von Coldplay) und Two (»Zaubermond«, Helene Fischer, Schlagersängerin) noch umstandslos bei Itunes, Musicload etc. zu haben sind, wird’s danach ganz schnell ganz düster. Siehe »Stars On MP3«:

»Vier Alben gibt es nur als DRM-geschützte Downloads, was bedeutet, dass das Überspielen auf mobile Endgeräte oder andere Computer mit einigen Einschränkungen und Komplikationen verbunden ist. Drei Alben waren nur bei einzelnen Anbietern als legale MP3 Downloads verfügbar, die man allerdings als kaufwilliger Musikkonsument erst einmal finden muss. Und eines war überhaupt nicht legal als Download verfügbar, weder mit noch ohne Kopierschutz.«

     So das niederschmetternde Fazit von Tonspion auf der Suche nach Amy Winehouse, Udo Lindenberg und Justin Timberlake ohne Digital Rights Management. Wenn das so bleiben sollte, wird sich das Gerede vom MP3 als »Tod der Musikindustrie« als self-fulfilling prophecy erweisen. Die Konzerne haben sich DRM schließlich selbst eingebrockt.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.