SPEX präsentiert Transcentury Update 2018

Klaus Johann Grobe

Das Transcentury Update kommt ins dritte Jahr und damit eine Reihe internationaler Acts abseits des Mainstreams nach Leipzig. Und trotz des noch so zarten Alters werden nun bereits einige Neuerungen aufgefahren, unter anderem eine Warm Up Week sieben Tage vor offiziellem Festivalbeginn. SPEX präsentiert. 

Der Anspruch, immer up to date zu sein und auch seine Besucher_innen auf der Höhe zu halten, was die internationale alternative Musikszene anbelangt, steckt ja bereits im Namen des Transcentury Update Festivals. Im ersten Jahr leisteten das Bands wie Beak>, Der Club Of Gore oder Stereo Total, im zweiten dann die Auftritte von Thurston Moore, Alex Cameron und Jane Weaver – die diesjährige, dritte Ausgabe des Leipziger Festivals wagt sich nun hinaus aus der europäisch-US-amerikanischen Komfortzone und schaut unter anderem nach Neuseeland und Japan. So entstand ein Line-up, das die Veranstalter_innen selbst als einen wilden Mix aus psychodelischem Rock, Folk, klassischem Indie und Experimentalmusik beschreiben.

Die aus Japan stammenden Kikagaku Moyo sorgen dabei für ersteres. Ihren eigenen reduzierten, eher sanften Klängen, die vereinzelt von härteren, scheinbar improvisierten Jam-Passagen durchbrochen werden, schreiben sie eine geradezu transzendentale Wirkung zu. Eine sinneserweiternde, eine, bei der sich Körper und Geist trennen, eine psychedelische eben. Ein wenig krautig wird es auch, wenn Klaus Johann Grobe kommen. Anders als der Name vermuten lässt, verbirgt sich dahinter aber weder ein schwermütig klampfender Singersongwriter noch ein_e einzelne_r Musiker_in. Sondern ein schweizerisches Elektroduo, dessen neueste Veröffentlichung Du bist so symmetrisch unsere Autorin Christina Mohr kürzlich als Initiator eines „herrlichen Dance- und Debattenabends“ bezeichnete. Langweilig wird es also keinesfalls.

Vor allem nicht, wenn U.S. Girls, das Soloprojekt von Kanadierin Meghan Remy, auf eine der Leipziger Bühnen tritt. (Anders als in den Vorgängerjahren wird das Transcentury nämlich dezentralisiert.) Remy stürzte sich zwar erst spät, soll heißen erst nach sieben Jahren des Musikmachens in die Musikbranche, doch politische Schlagkraft und eine (selbst-)reflexive Sensibilität für soziale wie gesellschaftliche Prozesse um sie herum, brachte sie von Beginn an mit. Zwischen Soul-, Pop- und Disco-Sounds entlarvt sie die vermeintliche Gleichstellung der Geschlechter, denn „a woman’s work is never done“, so gegenüber SPEX.

SPEX präsentiert Transcentury Update 2018
16.11. – 18.11. Leipzig – diverse Lokalitäten
Für weitere Informationen rund um das Transcentury Update 2018 besuchen Sie bitte die festivaleigene Website.

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