Ein Performance-Konzert auf den Spuren des Kolonialismus: Kante aus Hamburg trifft auf Khoi Khonnexion aus Kapstadt. SPEX präsentiert Das Haus der herabfallenden Knochen.

Kante & Khoi Khonnexion haben aus ihrer gemeinsamen Reise durch Namibia ein Performance-Konzert zu Kolonialismus und Völkermord entwickelt (Foto: Anja Beutler).

Die Bandmitglieder von Kante sind gemeinsam mit den Musikaktivisten von Khoi Khonnexion durch Namibia gereist und haben sich auf die Spuren des deutschen und niederländischen Völkermords an den Herero und Nama begeben, aber auch Märchen und mündliche Überlieferungen gesammelt. Aus dieser Reise ist der Musiktheaterabend Das Haus der herabfallenden Knochen entstanden, der uns die widerständige Kraft von Märchen, Poesie und Volkserzählungen erleben lässt.

Die Aktivisten von Khoi Khonnexion sind direkte Nachfahren der Khoisan, der ersten Bewohner des südlichen Afrika. Im Vordergrund ihrer künstlerischen Praxis steht die Neuerfindung und Verortung des traditionellen Bogenspiels. Weitere Mitwirkende am Projekt sind die namibische Performancepoetin Nesindano Namises aka Khoes, das Showcase Beat Le Mot Mitglied Nikola Duric und die Regisseurin Anta Helena Recke.

Beim Performance-Konzert im FFT Juta Düsseldorf treffen Geschichten über die Geister deutscher Soldaten in der Wüste Namibias auf Märchen von flüssigen Steinen und Telefonaten mit Ahnen und fragen uns nach unserem verdrängten kolonialen Erbe.

Das Projekt ist eine Koproduktion vom Internationalen Sommerfestival Kampnagel, dem Zürcher Theaterspektakel, den Münchner Kammerspielen und dem Greatmore Art Studio Kapstadt. Es wurde gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes und durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg.

SPEX präsentiert – Kante & Khoi Khonnexion

15.3 + 16.3. Düsseldorf – FFT Juta