Auch live greift Jenny Hval für ihre Mach-die-Welt-ein-Stück-weit-besser-Themen mit beiden Händen in die Trickkiste der Pop-Musik – von SPEX präsentiert.

Weitab von Mainstream-Pop kehrt die norwegische Künstlerin Jenny Hval auf The Practice Of Love zur Trance-Musik der Neunziger zurück. Kann man natürlich machen. Vor allem, wenn das so stilsicher geschieht wie bei Hval. Doch nicht nur die gekonnte Verbindung von Pop und „Trash“ macht ihr siebtes Album einzigartig. Auch die Themen der Songs darauf haben es in sich: Fragen der Selbstreflexion und der Abwendung von individualisierter Selbstoptimierung sowie toxischem Wettbewerb. Ehrensache, dass SPEX The Practice Of Love da gerade erst zum Album der Woche erhoben hat.

Lässt die Grenzen des Hier und Jetzt verschwimmen: Jenny Hval (Foto: Jenny Berger Myhre).

Nun kann man die Musik, Literatur und Bewegung verrührende Performance dazu auch live in Deutschland bestaunen. In einem (laut Hval) beinahe magischen Prozess werden dabei klangliche, visuelle und choreografische Ideen erforscht und Stimmen, Klänge und sogar Körper in Texte verwandelt. Hval wird dabei von einem multinationalen Ensemble von experimentellen Künstler_innen der Bereiche Musik, Tanz, Gesang und Video unterstützt. Mit anderen Worten: bloß hin da!

Das Album wurde von Black Box teater und dem Ultima Oslo Contemporary Music Festival koproduziert. Weitere Infos zur Künstlerin und zu den Tickets gibt es hier.

SPEX präsentiert Jenny Hval (live)
16.10.2019 Frankfurt – NORSK Festival @ Mousonturm
11.12.2019 Hamburg – NORDWIND Festival @ Kampnagel
15.02.2020 Berlin – HAU 2
16.02.2020 Berlin – HAU 2