Auf ihrem neuesten Album K4L – „Kanak For Life“ – rechnet Ebow mit dem Rassismus der Mehrheitsgesellschaft ab. Konzerte gibt sie in Österreich, Deutschland und der Schweiz – von SPEX präsentiert.

Mit ihrer neuesten Single „K4L“ wehrt sich Ebow gegen rassistische Vorurteile gegenüber der türkischen Community (Foto: Promo).

Ebow hat die Vorurteile gegenüber der türkischen Community endgültig satt. Diese ganzen rassistischen Anfeindungen, ob nun unterschwellig oder offenkundig. Genau darum geht es in der ersten gleichnamigen Single-Auskopplung ihres neuen Albums K4L, das am 29. März via Problembär erscheint: „In mir drinnen stecken 1000 Leben / 1000 Leben / 1000 Leben / Hab’ Flure geputzt / Häuser gebaut / Wurde ausgenutzt.“ Die Rapperin spielt damit auf ihre eigene Familiengeschichte an. Die Großeltern waren als Gastarbeiter von der Türkei nach Deutschland ausgewandert.

„Wir waren immer was ihr braucht / Und so lebe meine Legende / Bis zum gottverdammten Ende / Und so klatscht in eure Hände / Wenn ich die Straßen nieder brenne“, rappt sie, während ein Polizist sie im dazugehörigen Video auf den Boden drückt. Dieses Deutschland kann sie kreuzweise, stattdessen: „Von der Farbe meiner Haare / Bis zur Farbe meiner Nikes / Kanak For Life.“

K4L ist Ebows drittes Album nach Komplexität und Ebow, und dreht sich um das Leben in Gemeinschaft. Um die eigene Familie wie in „K4L“, den Freundeskreis wie in „Slang“, die queere Community wie in „Butterflies“ oder die gemeinsame Erfahrung von Migration wie in „AMK“. Auch wenn dieses Mal allein Walter P99 Arke$tra für die Instrumentals verantwortlich war, verbinden sich auf K4L, wie bei Ebow gewohnt, old school, new school, Battle-Rap und R’n’B. Sie liefern den perfekten Sound für tagebuchartige und politische Lyrics, deren großes Finale der feministische Banger „Schmeck mein Blut“ am Ende des Albums ist.

Ebow, mit bürgerlichem Namen Ebru Düzgün, ist in München aufgewachsen und studierte Architektur, bevor sie sich vollständig dem Hip-Hop gewidmet hat. Musik macht sie seit ihrer Teenagerzeit, in der sie auch ihre ersten Punchlines schrieb. Bekannt wurde die 29-Jährige damit, dass sie im Münchner Bahnhofsviertel Guerilla-Konzerte in Waschsalons, Supermärkten und Straßenbahnen gab.

Als Wahlösterreicherin startet sie ihre Tour natürlich standesgemäß in Wien. Mitte April geht es dann in Deutschland weiter. Nach einem Konzert in Köln folgen Auftritte in Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig und München. Zum Abschluss geht es in die Schweiz.

SPEX präsentiert Ebow

07.03. Wien – Fluc
08.03. Graz – Postgarage
17.04. Köln – Yuca
18.04. Frankfurt am Main – Zoom
19.04. Hamburg – Turmzimmer
25.04. Leipzig – Distillery
26.04. München – Milla
27.04. St. Gallen – Palace