Speedy J – Sucht Sounds, gründet Label

Speedy JDer Rotterdamer Jochem Paap gehört zu den frühen Protagonisten von Techno in Europa. Seit 1989 veröffentlicht er bereits Tracks, 1990 folgte mit »Intercontinental« seine erste 12" für Plus 8, das Label von Richie Hawtin und John Acquaviva. Seitdem ist viel Rhein-Wasser in die Nordsee gemündet und hat das schöne Vinyl die hässliche CD überlebt, um nun zum Teil durch digitale DJ-Systeme ersetzt zu werden. Jochem Paap zum Beispiel, der unter seinem bekanntesten Pseudonym Speedy J gewiss auch das ein oder andere vernachlässigbare Stück rausgehauen hat, kommt die Begeisterung für das Auflegen mit MP3s und WAVs zugute. Schon früh ein Advokat des dann von Richie Hawtin eloquent formlierten Konzept der »Parts«, also der DJ-Sets, die mehr Echtzeit-Produktion mit vielfältigen Soundquellen darstellen als das klassische 2 Plattenspieler/ 1 Mixer-Ding, erweitert Paap die »Parts« nun um die Idee des sozialen Netzwerks.
»Open Collabs« nennt sich das: Noch bis zum 1. Dezember können sich alle Interessierten auf einer eigens dafür eingerichteten Seite eintragen und via Soundcloud unkomprimiertes Audio-Material hochladen. Es soll frei von Copyrights sein. Danach schließt sich Paap im Studio ein, lässt sein Netzwerk allerdings über Soundcloud am Entstehungsprozess teilhaben. Geplant ist eine Veröffentlichung im Mai 2009. Bis dahin hören wir noch die Katalog-Nummer 01 seines neuen Digital-Labels Electric Deluxe. Denn die im Oktober veröffentlichten Stücke »Red Shift« und »Boots« erzeugen durch sachte manipulierte Endlosschleifen zwomal dunkle Energie.

In diesem Player sind sie beide zu hören.

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