SOFT WARE HARD MONEY

Die Regierung von Peru möchte gerne in ihren Ämtern in Zukunft statt Microsoft-Produkten kostenlose Open Source-Software einsetzen.
Keine besonders aufregende Meldung bisher, schließlich hat sich beispielsweise auch die deutsche Bundesregierung vor kurzem durchgerungen, zumindest teilweise auf Microsoft-Software zu verzichten. Was die Geschichte mit Peru jedoch interessant macht, ist der mehr oder weniger überraschende Besuch von Microsoft-Chef Bill Gates beim peruanischen Präsidenten, kurze Zeit nachdem die Regierung ihre Pläne zur Softwareumstellung bekannt gab. Gates zeigte sich dann auch von seiner großzügigen Seite und überreichte dem peruanischen Präsidenten Alejandro Toledo eine Spende von 550.000$ in Form von Geldern, Software und Beratung, die für Bildungszwecke eingesetzt werden sollen.

Noch interessanter wurde die Sache allerdings dann noch, als Wired ein Schreiben des US-amerikanischen Botschafters in Peru in die Hände fiel. In diesem Schreiben setzt sich Botschafter John Hamilton für die Verwendung von Microsoft-Produkten ein, mit der Begründung, dass im Falle einer Umstellung ein Wirtschaftszweig verletzt würde, der möglicherweise bis zu 15.000 Stellen schaffen könnte. Über diese Einmischung sind die Peruaner natürlich nicht besonders erfreut. Immer mehr lateinamerikanische Staaten setzen auf Open Source-Software, überwiegend auf Grund der hohen Kosten für Microsoft-Software. Und soviel Software wie für diese Länder nötig wäre, kann (und will vor allem) nicht mal ein Bill Gates spenden.

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