So einfach wie bisher

Lack, Leder und Latex. Busen-Sturmgewehr, Pseudo-Nazi-Uniformen und Pickel-Bobbys. Sarg, Beerdigung und Grabrede. Trauerkleidung, Kreuze im Intimbereich und verschluckter Rosenkranz. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis sich empörte Geistliche, konservative Politiker oder anderweitig von Lady GaGa enervierte Menschen zu Wort melden, um dem amerikanischen Pop-Ikönchen wegen ihres neuen, in Zusammenarbeit mit dem Modefotograf Steven Klein realisierten Musikvideo zu »Alejandro« wilde Vorhaltungen zu machen.

    Dabei ist die Video-Formel so einfach wie bisher: Spärliche bis extrem zugespitzte Bekleidung, ›anrüchige‹ Bewegungen, ein Spiel mit Symbolen der westlichen bzw. christlichen Kultur und ein diesmal tiefer Griff in den Referenzkasten Madonnas. Und auch wenn GaGa das homoerotische Militär-Motiv des Clips als Hommage an die schwule Liebe sowie die Reinheit ihrer Beziehungen zu ihren homosexuellen Freunden verstanden wissen will, erinnern einige Choreografien des Musikvideos doch unfreiwillig an die flüssigen und fiercen Bewegungsabläufe eines recht bekannten heterosexuellen, britischen Komikers bzw. den Elfen-Tanz der gesamten Truppe (via Gunnar Klack).

 

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