Skull Disco – Zwei Veröffentlichungen, dann Grab

Skull DiscoHeute kündigt sich das Ende der Bush-Regierung an. Und doch gibt es einen Grund, traurig zu sein. Denn das klang auch schon so seltsam todessehnsüchtig, als Skull Disco, das Label der beiden Dubstep-Produzenten Shackleton und Appleblim, die Katalognummern 10 und 11 ankündigten. Da wäre zunächst die neue und frisch erhältliche Shackleton-EP »Soundboy’s Suicide Note«. Die geht, wie die Katalognummern 06 (»Soundboy’s Ashes Get Chopped Out And Snorted« von Appleblim/ Shackleton), 08 (»Soundboy’s Ashes Get Hacked Up And Spat Out In Disgust« von Appleblim & Peverelist) sowie 09 (»Death Is Not Final« von Shackleton nebst Remix von T++) ein in die nächste Skull Disco-Compilation. Sie erscheint Mitte November. Auch hier half Thanatos, einen schönen Namen zu finden: »Soundboy’s Gravestone Gets Desecrated By Vandals«.
Die Zusammenstellung verschafft tatsächlich den letzten Überblick über eines der Labels, die Dubstep als einen ebenso zeitdiagnostischen wie auratischen Sound etabliert haben. Nun hat sich für Shackleton und Appleblim das Spiel mit einer Ästhetik der wüsten Ländereien und den Zitaten pubertärer Gewaltfantasien erschöpft. Gegenüber spex.de hat Sam Shackleton die Meldung des Fact Magazine vom 3. November  bezüglich des Endes von Skull Disco bestätigt. Gleichzeitig bat er darum, nicht zitiert zu werden. Mit Labels wie ~scape, Crosstown Rebels oder Tempa arbeiten Appleblim und Shackleton sowieso schon seit einiger Zeit zusammen. Und der Peverelist betreibt mit Punch Drunk eh eines der aufregenden Labels dieser Tage. Ihre Musik wird also weiterleben. Ach, I’m lovin Drama.

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