Seven Davis Jr. Universes

Funk-Fundament unten, Prince auf Speed oben – kurz und knapp: tolles Album.

Dass ein Album »mit Spannung erwartet« wird, hört man oft, stimmen tut es selten. Über das LP-Debüt des kalifornischen Produzenten und Sängers Seven Davis Jr. ist indes tatsächlich im Vorfeld viel geredet worden.

Nun ist Universes (Ninja Tune) vorgestellt worden, und es übertrifft die kühnsten Erwartungen. Seven Davis Jr. ist ein Kind der Clubszene von San Francisco, die ihn mit ihrem Soundtrack zwischen Jungle und House einst beinahe verschlang. Auf Drogen ist er in jungen Jahren tief abgestürzt. Inzwischen geläutert, machte er vor zwei Jahren als House-Produzent von sich reden, mit Tracks, die sich immer etwas neben der Spur bewegten und gängige Genrekonventionen in den Wind schlugen.

Universes ist punkig-ruppig, rasant, irrwitzig und überbordend vor Ideen. Das Fundament dieser Musik ist Funk. Das Stück »Freedom« klingt wie Prince auf Speed, auf anderen Tracks lässt sich eine Vorliebe für George Clinton heraushören, dazwischen gibt es schleppend-trippige Quasi-Soul-Stücke mit scheppernden Drums wie »Fighters«. Kurz und knapp: tolles Album.

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