»Sergeant Pepper's«, »Nevermind«, »Pet Sounds« – Überschätzt, überschätzt, überschätzt

PetSounds-CoverIm Guardian werden heute die heiligen Kühe des Pop geschlachtet. Sugababes, Franz Ferdinands und Schriftsteller dissen den Kanon in der »Sergeant Pepper Must Die« betitelten O-Ton-Sammlung. Ein großer Spaß. Etwa, wenn Wayne Coyne von den Flaming Lips »Nevermind« als »so mittelmäßig« beschimpft, dass man noch heute »ständig solche Bands hört«, die nach der Platte klingen. Coyne mag »Bleach« und »In Utero« viel lieber. Mit »Pet Sounds« erwischt es ein Album, dass in der Spex-Ewigen-Liste immer vorne lag. Luke Pritchard von den Kooks mag es einfach nicht, naja, bis auf »God Only Knows« und »Wouldn’t It be Nice«. Warum, tja, kann er jetzt auch nicht so genau erklären. Mit »Neon Bible« von Arcade Fire kriegt dagegen das Konsens-Album der Saison beredte Schimpfe ab: Green Gartside von Scritti Politti findet die Rhythmen »fußgängerhaft«, die Harmonien und Melodien »langweilig«, und überhaupt sei es eine Ansammlung von Manierismen und Klischees. Über »Sergeant Pepper’s« schließlich urteilt Billy Childish: Musik für Citroën-Fahrer – alles Hippies, die für den Ruin des Rock verantwortlich seien.

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