Schorsch Kamerun & Fabian Hinrichs inszenieren im Rahmen des HAU-Festivals Marx‘ Gespenster

Foto: Dorothea Tuch

Im Rahmen des Zehn-Tages-Festivals Marx‘ Gespenster zirkulieren Kulturgüter von Schorsch Kamerun, Phil Collins, Nahawa Doumbia, Patrick Wengenroth und vielen anderen im Berliner HAU.

Beruflich beute ich mich aus und in meiner zum Beruf gemachten Freizeit alle anderen. Heute ackert mein Selbst sich selbstbestimmt zu Tode, während deren Selbst in Schlauchboten kentert. Und morgen früh schreit der Kapitalismus wieder: Freiwillige vor. Und die Mensch-Maschinen laufen – trotz zermahlenen Leben im Getriebe.

Das vom Berliner HAU – Hebbel am Ufer veranstaltete zehntägige Festival Marx‘ Gespenster rückt die neuen alten Schreckgestalten in den Fokus, die ein System der Unfreiheit am Laufen halten, weil sie die ultimative Freiheit suggerieren: Scheine. Nur dass man heute nicht mehr mit ihnen wedelt, sie haben sich aus dem kollektiven Bewusstsein verflüchtigt, sind virtuell geworden – und damit noch gefährlicher.

Neben Choreograf Keith Hennessy, der seine Antworten auf ökonomische Fragen im Tanz mit 15 Performern sucht, oder Regisseur Sylvain Creuzevault, welcher einen komödiantischen Zugang zu Marx‘ Das Kapital wählt, setzen sich Schorsch Kamerun und Fabian Hinrichs in ihrer Inszenierung Ich habe um Hilfe gerufen. Es kamen Tierschreie zurück mit Geld-, also, Schuldverschiebung auseinander. Für ihre epische Reflexion über das menschliche Leben als Leihgabe haben sich der Goldene-Zitronen-Sänger und der Tatort-Darsteller kreativen Input von Komponist PC Nackt und den Minsker Tänzerinnen der Skvo’s Dance Company gepumpt – ein Darlehen, das sich auszahlt. Ich habe um Hilfe gerufen. Es kamen Tierschreie zurück hat am 14. November Premiere und ist am 16. November nochmals zu sehen.

Marx‘ Gespenster
12. – 21.11. Berlin – HAU (Hebbel am Ufer)
Zu allen weiteren Informationen sowie Tickets geht es hier entlang.

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