Scheitern im Synth-Pop-Gewand: »Niederlage« von Botschaft

Die halbe Botschaft: Malte Thran und Nils Kempen

Die Band Botschaft bringt ebenjene im Synth-Pop-Gewand unter die Leute. Das Video zur Single »Niederlage« entführt uns in die bunt blinkende Welt der Spieler und Vergnügungssüchtigen.

Wenn man sich schon Botschaft nennt, macht es Sinn auch eine zu haben: Die so betitelte, erst in diesem Frühjahr gegründete Band hat das: Malte Thran, Peter Tiedecken (Ex-Station 17 und The Robocop Kraus), Nils Kempen (Ex-Station 17 und Saboteur) und Holger Lüken (Ex-Tusq) sehen sich in der Sophisticated Pop-Tradition der 80er, Namen wie Scritti Politti und die Smiths werden als Referenzen genannt.

Tatsächlich verstehen es Botschaft, ähnlich wie ihre Vorbilder, anschmiegsamen Synth-Pop mit Gesellschaftskritik zu verschmelzen. Das ist zwar nicht sonderlich neu – man denkt unweigerlich an Die Sterne und die ganze poppigere Schiene der sogenannten Hamburger Schule – aber dennoch gut gemacht. Das Stück »Niederlage« behandelt den Einzug der Konkurrenz in moderne Liebesverhältnisse und die daraus resultierende Wahrnehmung des Scheiterns in ebensolchen Verhältnissen als persönlichen Fehler.

Im dazugehörigen Video sehen wir Menschen auf der Suche nach Glück im Casino – wo doch klar ist, dass immer die Bank gewinnt.  »Niederlage« erscheint demnächst als Single bei Kleine Untergrund Schallplatten.

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