Ryuichi Sakamoto

Die Wahrnehmung ist oft eine andere, tatsächlich aber gibt es nur wenige Künstler, die während der bald dreißigjährigen Geschichte des Spex-Magazins zum Inventar wurden – einer davon ist der japanische Komponist, Autor und Schauspieler Ryuichi Sakamoto. 1978 erschien sein erstes Album »Thousand Knives Of«, seitdem hat der 57-jährige in zahlreichen Solo-Projekten und Kollaborationen (wie etwa das Yellow Magic Orchestra, oder mit Alva Noto, David Sylvian, Arto Lindsay, Christian Fennesz und David Byrne) unzählige Platten veröffentlicht. In Kürze wird seine Quasi-Werkschau »Playing the Piano« auf Decca Classics erscheinen (in Japan als Doppel-CD-Variante), dazu kommt Sakamoto samt Klavier für vier Konzerte nach Deutschland.

    Auf »Playing the Piano« hört man insgesamt zwölf Stücke – »nur zwölf Stücke«, ist man versucht festzuhalten, schließlich ist diese überschaubare Zahl längst noch keine Werkschau Sakamotos. Vielmehr limitiert sich der Komponist darauf selbst: Für »Playing the Piano« wählte Ryuichi Sakamoto seine erfolgreichsten Solo-Stücke und Filmmusiken aus, um sie für das Album auf dem Klavier neu zu interpretieren. So hört man beispielsweise auch Proben seiner Scores für Filme wie »Der letzte Kaiser« und »Himmel über der Wüste« von Bernardo Bertclucci oder Brian DePalmas Regiearbeit »Femme Fatale«.

    Wenige Tage nach der Veröffentlichung von »Playing the Piano« gastiert Sakamoto für einige Konzerte in den akustisch besser ausgestatteten Häusern von Berlin, Leipzig, Heidelberg und Düsseldorf – auf der letztgenannten Station spielt er im Rahmen des Approximation Festivals, dessen Programm in den Vortagen auch Acid Pauli (Console, The Notwist) und Peter Broderick auffährt. Karten sind bereits im Vorverkauf erhältlich, für den Auftritt im Rahmen des Enjoy Jazz Festivals in Heidelberg sind sowohl Einzelkarten als auch Festivalpässe zu haben – mit Letzterem kann man so bis November auch vergünstigt die Shows von Buraka Som Sistema, Health, Mocky, Guru’s Jazzmatazz und vielen anderen sehen.


VIDEO: Ryuichi Sakamoto – Merry Christmas Mr. Lawrence (Live & Solo)

Ryuichi Sakamoto Live:
07.10. Berlin – Hebbel am Ufer (Hau1)
09.10. Düsseldorf – Approximation Festival / Tonhalle
11.10. Leipzig – Centraltheater
15.10. Heidelberg – Stadthalle (Enjoy Jazz Festival)

Ryuichi Sakamoto – Playing the Piano:
01. Amore
02. Merry Christmas Mr. Lawrence
03. A Flower Is Not a Flower
04. The Sheltering Sky
05. Tamago 2004
06. The Last Emperor
07. Tibetan Dance
08. Thousand Knives
09. Riot in Lagos
10. Reversing
11. Mizu No Naka No Bagatelle
12. Bolerisch

Foto: Joi Ito / Flickr | CC

2 KOMMENTARE

  1. […] Spex – Magazin für Popkultur » Ryuichi Sakamoto spex.de/2009/09/01/ryuichi-sakamoto-spielt-das-klavier-auf-tour-im-oktober – view page – cached Die Wahrnehmung ist oft eine andere, tatsächlich aber gibt es nur wenige Künstler, die während der bald dreißigjährigen Geschichte des Spex-Magazins zum Inventar wurden – einer davon ist der japanische Komponist, Autor und Schauspieler Ryuichi Sakamoto. 1978 erschien sein erstes Album »Thousand Knives Of«, seitdem hat der 57-jährige in zahlreichen Solo-Projekten und Kollaborationen (wie etwa das Yellow Magic Orchestra, oder mit Alva Noto, David Sylvian, Arto Lindsay, Christian Fennesz und David Byrne) unzählige Platten veröffentlicht. In Kürze wird seine Quasi-Werkschau »Playing the Piano« auf Decca Classics erscheinen (in Japan als Doppel-CD-Variante), dazu kommt Sakamoto samt Klavier für vier Konzerte nach Deutschland. — From the page […]

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