Rufus Wainwright – Schreibt Oper für die Met

Rufus Wainwright»Could a Rufus Wainwright project be a possibility at the Met someday?« So fragte im September 2005 noch die New York Times. Bei allem erkennbaren Bezug des großen Sängers und Songschreibers für das Musikdrama mutete diese Frage in dieser Zeit noch eher wie eine eben mal rausgepustete Gedankenblase an. Jetzt wird klar: Dieser Mann redet nicht umsonst so gerne davon, Melodien auch mal beim Freischütz zu klauen. Adden wir die theatralischen Momente auf der »Yellow Lounge«-Compilation, und es wird zu erkennen: Da hat sich jemand rangetastet. Jetzt sagt Wainwright gegenüber dem US-Klatschmagazin Variety, die Metropolitan Opera zu New York habe ihm einen Auftrag gegeben.
Eine Oper für die Met schreibe er gerade, so Wainwright. Eine Oper. »Prima Donna« lautet der Titel des Werks, für das Wainwright sowohl die Musik komponiert, als auch das Libretto schreibt. Und hier kommt wieder der selbstreflexive Moment ins Spiel, der schon dem Unternehmen Judy den Kick gegeben hat: Thema ist ein Tag im Leben einer Opernsängerin. Das gibt Wainwright Anlass, sich mit der sozialen Konstruktion der »Diva« zu beschäftigen. Nach der Premiere, dessen Datum bisher nicht zu erfahren ist, könnte sich Wainwright zum Beispiel mit der sozialen Konstruktion von »Armut« befassen. Vernünftige Plätze – Sitze, von denen man auch etwas sieht – sind in der Met selten unter 150 € zu haben. 

Foto: (c) 2007 Alex Lake

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.