Roger Willemsen ist tot

Roger Willemsen. Foto: Mathias Bothor
Roger Willemsen. Foto: Mathias Bothor

Foto: Mathias Bothor

Medienberichten zufolge ist der Autor und frühere Fernsehmoderator Roger Willemsen im Alter von 60 Jahren gestorben.

Der am 15. August 1955 in Bonn geborene Willemsen war das, was man einen Tausendsassa nennt. Er arbeitete als Nachtwächter und Reiseleiter, Übersetzer, Herausgeber und freier Autor. In London war er als Korrespondent für Zeitungen und Rundfunksender tätig bis er seine Fernsehkarriere Anfang der Neunzigerjahre mit dem Interviewformat 0137 beim Pay-TV-Sender Premiere begann. Später wurde Willemsen als Moderator der ZDF-Sendungen Willemsens Woche, Willemsens Zeitgenossen sowie des Literaturclubs im Schweizer Fernsehen einem breiten Publikum bekannt, bevor er dem Mainstream-TV den Rücken kehrte, um vermehrt fürs Radio zu arbeiten. Für NDR Kultur initiierte Willemsen beispielsweise die Reihe Roger Willemsen legt auf – Klassik trifft Jazz.

Roger Willemsen gehörte nicht zuletzt wegen seiner essayistischen Reisebücher (zuletzt erschien der Bestseller Das Hohe Haus, für den Willemsen ein Jahr lang das Geschehen im Deutschen Bundestag aus der Zuschauerperspektive dokumentierte) zu den wichtigsten deutschen Intellektuellen der Gegenwart und wurde unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Wie sein Büro in Hamburg und Willemsens Frankfurter Verlag S. Fischer bestätigten, erlag er am 7. Februar im Alter von 60 Jahren einem Krebsleiden.

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