Robert Hood M-Print: 20 Years Of M-Plant Music

Die immer noch gültige Definition von Techno: Die Werkschau von Robert Hoods Label M-Plant M-Print: 20 Years Of M-Plant Music

Mit Underground Resistance, den Public Enemy des Techno, hatte Robert Hood Anfang der Neunzigerjahre den Detroit-Sound der vorangegangenen Dekade erneuert, zur Seite standen ihm Mad Mike Banks und Jeff Mills. 1994 erschien dann Hoods Doppel-Maxi Minimal Nation – und die Welt stand Kopf. Bis dahin führten Rave-Signale und opulente Arrangements das Regiment in den Clubs, mit Minimal Nation und Internal Empire destillierte Hood auf radikale Weise die Essenz dieser Musik, man sprach plötzlich von Minimal Techno.

Hoods Tracks beschränken sich auf wenige Elemente, schier endlose Loops bestimmen das Bild. Die Klangästhetik war so sehr Techno wie nie zuvor: klar skizziert, maschinell, metallisch und doch auf abstrahierte Weise von Funk und HipHop geprägt. Geboren wurde Hood in den späten Sechzigern in der damals bereits im Umbruch begriffenen Automobilstadt Detroit. Er ist mit Motown, Marvin Gaye und Sly Stone aufgewachsen, hört man den unglaublichen Kick seiner Bassdrums, erkennt man auch den trockenen Punch von HipHop. Nachzuhören ist das nun auf einer großen Werkschau von Hoods Label M-Plant: M-Print: 20 Years Of M-Plant Music (M-Plant) spannt einen Bogen von Minimal Nation über weitere Neunziger-Highlights wie »Stereotype« bis hin zum House-Projekt Floorplan, die Nullerjahre werden gestreift, außerdem finden sich auf den drei CDs neue oder bisher unveröffentlichte Stücke. Der elf Minuten lange Opener »The Grey Area« klingt 17 Jahre nach seinem Erscheinen wie die immer noch gültige Definition von Techno – subtil, vertrackt und doch unglaublich kraftvoll.

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