Review: The Wedding Present Take Fountain

Ein Comeback, das keines ist: The Wedding Present sind Cinerama waren The Wedding Present ist maßgeblich David Gedge, welcher auch auf »Take Fountain« aufs Erbaulichste seiner Königsdisziplin frönt: dem Vortrag höchstselbst verfasster Liebeslieder. Und der Lovesong ist ja bekanntermaßen die Königsdisziplin des Pop. Was Gedge wiederum zu einem König des Pop macht. Und der Glanz seiner Krone scheint so hell wie lange nicht mehr. Ob dies nun der Tatsache geschuldet ist, dass seine herzerweichenden Trennungsmoritaten – immerhin neun Jahre nach dem Vorgängeralbum »Saturnalia«, und im zwanzigsten Jahr seit Gründung der Band – erstmals seit »George Best« den fiktionalen Rahmen verlassen und selbst erlittenen Verlust protokollieren, oder ob in meiner persönlichen Wahrnehmung die Zeit einfach nur einen leichten Schleier über den Glanz von Alben wie »Watusi« und »Seamonsters« gelegt hatte, ist letztendlich so hypothetisch, wie Plattenrezensionen nun mal gerne sind – und darüber hinaus angesichts der klaren, eindringlichen und so energetischen wie melancholischen Hymnen, die Gedge gemeinsam mit seinem langjährigen Sidekick Simon Cleave für »Take Fountain« verfasst hat, völlig irrelevant. Der Mann trägt diese Krone, und ihr Glanz leuchtet mein Herz bis in den letzten Winkel aus.

LABEL: Stickman

VERTRIEB: Indigo

VÖ: 14.02.2005

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