Review: Speedmarket Avenue Way Better Now

Traumpop! Aus Schweden. Wobei direkt angemerkt werden muss: Es gibt eine Blaupause für diese Platte. Diese Blaupause ist bereits 1999 bei Merge Records erschienen, hieß »The Albemarle Sound« und stammt von der Gruppe The Ladybug Transistor. Das war, nein, ist eine nette, unterschätzte Popband aus New York, die außer diesem Musterexemplar des Subgenres Twee Pop noch fünf weitere, nicht mehr ganz so brillante Platte herausgebracht hat. Wer also »The Albemarle Sound« mal zufällig irgendwo findet, ich meine in der echten, nicht der virtuellen Welt, der sollte zuschlagen.

    Ob man auch zuschlagen soll, wenn man »Way Better Now« von Speedmarket Avenue findet, kann ich nicht so recht sagen. Ohne Zweifel sind »Sirens«, »Way Better Now« und das schwungvoll-ehrliche »Don’t Fall In Love« sehr gute, sehr schöne Stücke, an denen höchstens stört, dass man sie so ähnlich eben schon mal gehört hat, wenn nicht bei The Ladybug Transistor, dann bei den New Pornographers.

 


Speedmarket Avenue – Way Better Now (Elefant Records / RTD)

    Was natürlich immer gut kommt, ist diese Mischung aus Indie-Gitarrentum und tragischen Fanfaren einsamer Posaunisten und Trompeter. Der kleine Dreamy Pop eben.

    Speedmarket Avenue bestehen aus nicht weniger als sechs Leuten, gesungen wird abwechselnd, mal singt Isak Klasson, mal Sibille Attar, die Begleitung kann auch mal Klavier und Orgel. Die Keimzelle heißt diesmal weder Stockholm, noch Göteborg, sondern Norrköpping in Mittelschweden. Küstenfern und aufgeräumt, so stellt man sich diese Stadt vor, während man diesen hübschen Liedern zuhört und dabei die Blümchen auf dem Balkon gießt. Ist ja bald Sommer, die Picknickdecke liegt auch schon bereit.

LABEL: Elefant Records

VERTRIEB: RTD

VÖ: 06.06.2008

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