Put a Donk on simply every song

Party With a Donk on it»Aus einem Abwasserrohr und einer Tischtennisplatte«, antwortet Tony Sabanski, Produzent der englischen Blackout Crew, auf die Frage, wo er denn eigentlich seine Donks finde. »Ein Donk besteht aus verschiedenen Ebenen, ist aber eigentlich nur ein virtueller Klick, ein ›Dink‹. Also unterlegt man ihn mit einem Bass, dazu kommt dann noch ein Mittelton. Der ganz normale Klang wird also fetter gemacht.« Unter Donk-Tracks versteht man auch extrem beschleunigte Rave-Beats, um die 150 BpM schnell und mit den erwähnten »Donk«-Samples versehen, dazu rappen die Donk-MCs in irrwitziger Geschwindigkeit. Wenn man denn so will: Scooter auf Amphetamin.
In den nordenglischen Arbeiterstädten – allen voran Bolton nahe Manchester, von wo auch die erfolgreichste Donk-Crew des Landes, die erwähnte Blackout Crew, stammen – ist Donk mittlerweile zum Massenphänomen aufgestiegen. Unzählige Parties, Crews, Produzenten und einige Plattenläden haben sich auf Donk spezialisiert, auf dem Vice-Abeleger VBS.TV sieht man derzeit eine ausgezeichnete fünfteilige Donk-umentation über Donk.

    Wie sehr Donk im Mainstream angekommen ist, sieht man an der Webseite Donkdj.com: dort kann man beliebige MP3s hochladen, einen Soundfilter anwählen, zwischen verschiedenen Donk-Patterns wählen und beispielsweise eine cheesy Hihat einbauen lassen. Den Rest übernimmt die Plattform: nach der Berechnung des Songs kann man seinen Track »with a Donk on it« als MP3 herunterladen.

    Klingt gar nicht so verkehrt: unser Testobjekt mit Sadé’s »Smooth Operator« donkt jedenfalls ganz gut.

MP3: Sadé – Smooth Operator (Spex ›With a Donk on it‹ Remix)

Und zum weiterlesen: Popjustice über Donk und das Video zur ausgezeichneten neuen Blackout Crew-Single »Dialed«. Bleibt nur noch die Frage, was eigentlich passiert, wenn man einen Donk über einen Donk-Track legt?

VIDEO: Music World – Donk (Teil 1 von 5)

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