Premiere: Hans-Joachim Roedelius & Christoph H. Müller kündigen gemeinsames Album mit »Time Has Come« an

Ohne Hans-Joachim Roedelius kein Krautrock, heißt es. Keine Naturelektronik, kein Ambient, kein Harmonia und kein Cluster. Trotz und wegen all dieser musikhistorischen Leistungen ist der Schöpfer elektronischer Wohlfühllandschaften in seinem 81. Lebensjahr aktiv wie lange nicht. »Time Has Come«, verkündet Roedelius nun gemeinsam mit dem in Paris lebenden Musiker Christoph H. Müller.

Der Gleichung Minus mal Minus ergibt Plus folgend, versucht sich Müller mit dem Gotan Project seit Ende der Neunzigerjahre an der Verbindung von Tango- und Dance-Music-Klischees. Roedelius, den Freuden des Paartanzes ohnehin nie abgeneigt, lässt sich auf dem ersten Vorboten eines gemeinsamen Albums zarte Lounge-Perkussion und einen Didgeridoobass unter seine Klavierakkorde schummeln. Wie sich die weitere Zusammenarbeit der beiden entfaltet, wird im September auf Imagori – der Albumtitel ist ein Anagramm von Origami – zu hören sein.

Die musikalische Begegnung von Roedelius mit Müller stellt dabei nur den Auftakt zu einer ganzen Reihe weiterer Kollaborationen dar: Im August lädt Roedelius zu einem »Forum für die Vermittlung von Ideen und Visionen« namens More Ohr Less nach Niederösterreich, Anfang September findet im Haus der Kulturen der Welt in Berlin Lifelines #4 statt, ein dreitägiges Festival zu Ehren des alten Meisters, bei dem dieser mehrmals in unterschiedlichen Konstellationen, etwa mit Stefan Schneider oder Lloyd Cole sowie auch mit Qluster, auf der Bühne zu erleben sein wird.

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