Porter Wagoner – Ruhe in Frieden

Porter WagonerDie große, alte Oper ist aus: Porter Wagoner ist tot. Im Alter von 80 Jahren ist jener Country-Sänger verstorben, der seit 1957 in der Grand Ole Opry, der Country-Institution schlechthin auftrat und seit fünfzehn Jahren auch ihr inoffizieller Sprecher war. Laut seinem Label Anti verstarb der für seine Songwriter-Gaben ebenso berühmte, wie für seine Vorliebe für schrille Folk Fashion-Anzüge berüchtigte Wagoner in der Nacht vom vergangenen Sonntag auf Montag an Lungenkrebs.

   
    Nach frühen Jahren als Fingerpicker-Gitarrist und Gospel-Sänger wurde er in den 1950er Jahren immer stärker von Nashville angezogen, und  zwischen 1961 und 1982  lief seine Porter Wagoner Show im  US-amerikanischen Fernsehen, die in der Zeit ihres Bestehens sogar populärer war als die Grand Ole Opry. Dazu beigetragen hatte auch die zwischenzeitliche Ehe mit Dolly Parton, die er erst als Moderatorin für seine Show engagiert hatte. Nachdem von Porter Wagoner nach 1982 kaum noch neue Songs zu hören waren, veröffentlichte er im Frühjahr 2006 sein spätes Superwerk: »Wagonmaster« erging sich in Melodramen in Bariton und Steel Guitar. Sowas hätte er ruhig nochmal machen können.

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