Pocahaunted

Welchen Namen wollen wir dem Kind geben? Ethno-Weird-Dubbed Folk? Es ist kompliziert: der Schleifensound von Pocahaunted, dem Quintetts aus – woher auch sonst – Brooklyn, New York wirkt hypnotisierend und verstörend zugleich, wenn beispielsweise in Geräuschstudien wie dem Stück »Swayed Tongue« Feedbackrauschen, dumpfe Glockenschläge und der aus dem Off hereinrauschende ›Gesang‹ von Amanda Brown durch den Raum mäandern.

    In bester Sonic Youth-Tradition – Thurston Moore nannte die Split-LP von Pocahaunted und Christina Carter daher konsequent als seine Lieblingsplatte von 2007 und buchte sie für einen Support-Slot von Sonic Youth – arbeiten sich Pocahaunted an Kraut- und Kunstrock, Experiment, Ambient und Psychedelik ab, musizieren teils im Kreis auf dem Boden sitzend und zitieren bzw. persiflieren die Modestile, die ihre Eltern vor Jahren trugen, als diese ihre Acid-Trips vor den Woodstock-Bühnen einwarfen.

    Zwei Deutschland-Shows spielen Pocahaunted, eine weitere sieht man im schweizerischen Genf. Begleitet werden sie von Sun Araw, dem nicht minder weirden Nebenprojekt von Pocahaunted-Organist Cameron Stallone. Könnte sehr gut werden – oder sehr nunja. Betrachten Sie sich als gewarnt bzw. informiert.


VIDEO: Pocahaunted – Live at Eleanor Harwood Gallery, San Francisco

Pocahaunted Live:
23.06. Berlin – West Germany
24.06. Darmstadt – Oetinger Villa
25.06. CH-Genf – L’Usine

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