Planetakis

Planetakis, das Disko-Pop-Outfit der beiden Kölner Musiker Robert Drakogiannakis und Jenny Fey, veröffentlicht heuer mit »Out of the Club – Into the Night« das zweite Album auf dem noch jungen Label Peng Musik. Für Drakogiannakis ging es vor einigen Jahren mit seiner Band Angelika Express nicht mehr weiter. Schon kurz nach dem Planetakis-Launch stieg Jenny Fey, die Sängerin der Hardcore-Band Inner Conflict, bei dem Pop-Projekt ein. Ihr erstes Album »Beautiful Today« war ein recht verträglicher Einstieg, mit dem Nachfolger »Out of the Club – Into the Night« geht es weit nach unten. Dieses Album bietet Spaßmusik, die – mal auf Deutsch, mal Englisch – stets eindimensional und anstrengend klingt. Die Beats peitschen Richtung Tanzfläche, nur würde man die eher in El Arenal als in Kölner Clubs vermuten. Party, Parolen und Privates, das sind die großen Themen dieses Albums. Und wenn dann doch mal ein Anflug von Hintergründigkeit entsteht, so zögern Planetakis nicht, noch ein Schäufelchen Kirmes-Elektro bzw. Autoscooter-Ästhetik hinzuzufügen. Die meist effektüberlagerten Gesangsspuren komplettieren die Vorstellung, dass man auf dieser Platte sehr ironisch sein wollte, damit letztendlich aber scheiterte.
    41 Minuten lang scheppern die beiden durch unzählige neunziger Jahre-Klischees: Dancefloor, so dachte ich, sei schon seit Jahren aus gutem Grund tot. Die einzige Ausnahme stellt die von Hans Nieswandt produzierte Single »Pogo in the Shoes of Kylie Minogue« dar, die neben schön ironischen Lyrics auch einen mitreißend-bretternden Synthie-Hook auffährt. Davor und danach üble Katerstimmung: »Out of the Club …«, das ist äußerst anstrengende Plastik-Popmusik.

LABEL: Peng Musik

VERTRIEB: Cargo Records

VÖ: 24.08.2007

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