Pierre Brice ist tot

Mit 86 Jahren ist der französische Winnetou-Darsteller in Paris gestorben.

Pierre Brice (Foto, links), geboren als Pierre Louis Baron de Bris am 06. Februar 1929 in Brest, erlangte in Deutschland vor allem in der Rolle des Karl-May-Romanhelden Winnetou an der Seite von Lex Barker als Brudsbruder Old Shatterhand Kultstatus. In insgesamt elf Filmen mimte Brice den Apachen-Häuptling seit den 1960er Jahren. Vor allem durch die umfangreiche Berichterstattung zu den Dreharbeiten in der Jugendzeitschrift Bravo, die unter anderem drei Starschnitte von Brice veröffentlichte, wurde der Franzose zum Vorbild einer ganzen Generation.

Bis zu seinem Durchbruch im Jahr 1962 hatte der vormalige Botenjunge der Résistance sich als 19-Jähriger zunächst freiweillig als Soldat im Indochinakrieg verpflichtet. Später schlug er sich mit kleineren Rollen durch, wirkte in B-Movies mit und arbeitete als Model.

Neben seiner Kultrolle als Indianerhäuptling spielte Brice später auch in anderen TV-Filmen, führte Regie, trat in Fernseh-Serien auf und hauchte seiner Paraderolle im Rahmen der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg erneut Leben ein. Mit 62 Jahren hing er das Apachen-Kostüm endgültig an den Nagel. Brice war zudem als Sänger erfolgreich. Er trat als UNICEF-Botschafter in Erscheinung und wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Wie sein Management mittelte, verstarb der 86-Jährige am heutigen Samstag in einem Pariser Krankenhaus. Zuletzt hatte Brice mit seiner Ehefrau in Garmisch-Partenkirchen gelebt. Medienberichten zufolge soll eine Lungenentzündung Ursache für Brice‘ Tod geswesen sein.

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