Per Unterschrift zur Kultur-Flatrate?

Preisdruck bzw. Zugzwang stehen. Oder aber der Musikindustrie, die schon seit Jahren unter den Folgen der Peer To Peer-Nutzung ächzt. Dem wird auch seit Jahren entgegen gewirkt: Entweder durch massives Vorgehen gegen die P2P-Netzwerke bzw. deren Betreiber selbst, oder – wie zuletzt – durch Millionenschwere Abmahnklagen gegen Einzelpersonen wie im Falle eines "italienischen DJs" (wir berichteten).

Es käme allerdings niemand auf die Idee, Internetprovider zu verklagen, die P2P durch Flatrates erst möglich oder rentabel machen. Im Gegenzug beschränkt man sich eher auf Schadensbegrenzung. Man könnte auch weiter greifen und eine im Frühjahr 2003 geprägte Formulierung – "Shock and Awe" – umdeuten. All diese Schritte scheinen allerdings auch nicht wirklich zu fruchten: Die P2P-Nutzung geht zwar zurück, verlagert sich allerdings häufig nur auf andere Wege der Datenverteilung bzw. andere Filesharing-Clients, wie zuletzt BitTorrent.

Nun könnte man mit einer Kultur-Flatrate gegen halten. Freie Nutzung von Musik- als auch anderer Downloads, für einen vorher festgelegten Preis, der einen "fairen" Umgang mit Kulturgütern zulässt. Prinzipiell eine gute Idee, wird es jedoch immer wieder Künstler geben, die diese Form des "Vertriebs" ablehnen. Gerade weil man z.B. Musik auch immer als Gesamtwerk sehen muss, das sich nicht nur auf die reinen Audio-Dateien reduzieren lässt. Andererseits könnte eine Kultur-Flat Anreize für noch unbekannte Künstler schaffen, auch Online Geld zu verdienen. Denn die Idee der Flat sieht vor, Künstler aus den gesammelten Nutzungs-Gebühren der User zu entlohnen.

Alles schöne Visionen (die man hier auch ausführlich nachlesen kann), die allerdings erst einmal umgesetzt bzw. diskutiert werden wollen. Aus diesem Grund hat das Fairsharing-Netzwerk heute eine Online-Petition gestartet, die einen Teil des Wegs zur Kultur-Flatrate frei machen soll. Die Petitions-Forderung im Wortlaut:

»Privates Kopieren ist kein Verbrechen!

Wie Millionen andere sind auch wir potentiell straffällig geworden, weil wir irgendwann einmal zu privaten Zwecken Musik- und Filmdateien z.B. in P2P-Netzwerken getauscht haben. Gegen diese Kriminalisierung setzen wir uns zur Wehr: Das Kopieren und Tauschen von urheberrechtlich geschützten Musik- und Filmwerken zu privaten Zwecken soll künftig auch in der digitalen Welt legal sein. Gleichzeitig erkennen wir den Anspruch von Kunstschaffenden an, für ihre getauschten Werke eine Kompensation zu erhalten.

Dafür dürfen aber Bürgerrechte nicht durch Maßnahmen wie z.B. Digitale Rechte Minimierung (DRM) eingeschränkt werden. Deswegen fordern wir eine öffentliche Diskussion über eine beide Seiten zufrieden stellende Lösung, wie z.B. die Einführung einer Kulturflatrate.

Kurz: Wir fordern Kompensation ohne Kontrolle.«

Unter den 66 Erstunterzeichnern finden sich neben Attac-Mitglied Oliver Moldenhauer, Frank Rosengart (Chaos Computer Club), Autor und Journalist Janko Röttgers und Dr. Volker Grassmuck (Medienforscher HU Berlin) auch Musiker wie Frank Fenstermacher (Fehlfarben) sowie Axel Fischer von Console (letztere erfuhren vor kurzem auch die rechtlichen Folgen kreativer Leidenschaft, wir berichteten). Seit heute früh sind zusätzliche 477 Unterschriften hinzu gekommen, Eure Signatur könnt Ihr bei Gefallen hier abgeben. Aktuelle Neuigkeiten zur Kultur-Flatrate könnt Ihr im Fairsharing-Weblog nachlesen.

Wozu gibt es eigentlich Flatrates? Unbegrenzte Internetnutzung ‚round the clock, würde man annehmen. Schaden tuen die niemandem, den Internetprovidern vielleicht, die ja irgendwie unter Preisdruck bzw. Zugzwang stehen. Oder aber der Musikindustrie, die schon seit Jahren unter den Folgen der Peer To Peer-Nutzung ächzt. Dem wird auch seit Jahren entgegen gewirkt: Entweder durch massives Vorgehen gegen die P2P-Netzwerke bzw. deren Betreiber selbst, oder – wie zuletzt – durch Millionenschwere Abmahnklagen gegen Einzelpersonen wie im Falle eines "italienischen DJs" (wir berichteten). nnEs käme allerdings niemand auf die Idee, Internetprovider zu verklagen, die P2P durch Flatrates erst möglich oder rentabel machen. Im Gegenzug beschränkt man sich eher auf Schadensbegrenzung. Man könnte auch weiter greifen und eine im Frühjahr 2003 geprägte Formulierung – "Shock and Awe" – umdeuten. All diese Schritte scheinen allerdings auch nicht wirklich zu fruchten: Die P2P-Nutzung geht zwar zurück, verlagert sich allerdings häufig nur auf andere Wege der Datenverteilung bzw. andere Filesharing-Clients, wie zuletzt BitTorrent.nnNun könnte man mit einer Kultur-Flatrate gegen halten. Freie Nutzung von Musik- als auch anderer Downloads, für einen vorher festgelegten Preis, der einen "fairen" Umgang mit Kulturgütern zulässt. Prinzipiell eine gute Idee, wird es jedoch immer wieder Künstler geben, die diese Form des "Vertriebs" ablehnen. Gerade weil man z.B. Musik auch immer als Gesamtwerk sehen muss, das sich nicht nur auf die reinen Audio-Dateien reduzieren lässt. Andererseits könnte eine Kultur-Flat Anreize für noch unbekannte Künstler schaffen, auch Online Geld zu verdienen. Denn die Idee der Flat sieht vor, Künstler aus den gesammelten Nutzungs-Gebühren der User zu entlohnen.nnAlles schöne Visionen (die man hier auch ausführlich nachlesen kann), die allerdings erst einmal umgesetzt bzw. diskutiert werden wollen. Aus diesem Grund hat das Fairsharing-Netzwerk heute eine Online-Petition gestartet, die einen Teil des Wegs zur Kultur-Flatrate frei machen soll. Die Petitions-Forderung im Wortlaut:nn»Privates Kopieren ist kein Verbrechen!nnWie Millionen andere sind auch wir potentiell straffällig geworden, weil wir irgendwann einmal zu privaten Zwecken Musik- und Filmdateien z.B. in P2P-Netzwerken getauscht haben. Gegen diese Kriminalisierung setzen wir uns zur Wehr: Das Kopieren und Tauschen von urheberrechtlich geschützten Musik- und Filmwerken zu privaten Zwecken soll künftig auch in der digitalen Welt legal sein. Gleichzeitig erkennen wir den Anspruch von Kunstschaffenden an, für ihre getauschten Werke eine Kompensation zu erhalten.nnDafür dürfen aber Bürgerrechte nicht durch Maßnahmen wie z.B. Digitale Rechte Minimierung (DRM) eingeschränkt werden. Deswegen fordern wir eine öffentliche Diskussion über eine beide Seiten zufrieden stellende Lösung, wie z.B. die Einführung einer Kulturflatrate.nnKurz: Wir fordern Kompensation ohne Kontrolle.«nnUnter den 66 Erstunterzeichnern finden sich neben Attac-Mitglied Oliver Moldenhauer, Frank Rosengart (Chaos Computer Club), Autor und Journalist Janko Röttgers und Dr. Volker Grassmuck (Medienforscher HU Berlin) auch Musiker wie Frank Fenstermacher (Fehlfarben) sowie Axel Fischer von Console (letztere erfuhren vor kurzem auch die rechtlichen Folgen kreativer Leidenschaft, wir berichteten). Seit heute früh sind zusätzliche 477 Unterschriften hinzu gekommen, Eure Signatur könnt Ihr bei Gefallen hier abgeben. Aktuelle Neuigkeiten zur Kultur-Flatrate könnt Ihr im Fairsharing-Weblog nachlesen.

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