Penisdialoge

ndern einer Lesung, die das (kleine) Theater als Bühne wählt, weil die Art und Weise dieser Performance da schlicht und einfach besser hinpasst, als in Clubs oder Literaturhäuser. Denn Charlotte liest nicht alleine und auch kein eigenes Werk. Gemeinsam im Duett mit dem Schauspieler und »Comedian« Christoph Maria Herbst dürfen wir stattdessen dem Vortrag einer originalen Doktorarbeit aus dem Jahre 1978 lauschen: »Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern«. Doch wo dieser Titel zunächst eher Erinnerungen an platte und wenig originelle Party-Anekdoten aus der Yuka-Palmen-Schublade erwarten lässt, entpuppt sich der augenzwinkernde Vortrag von Roche und Herbst zum kuriosen Late-Night-Spaß, der zwischen Befremden, Ekel und Kopfschütteln durchaus mal einen Lacher initiert, aber nie brutal darauf hinarbeitet. In der angenehm intimen Atmosphäre des Kölner Wohnzimmertheaters, wo nach der privaten Uraufführung nun auch die ersten zwei öffentlichen Termine stattfinden, fühlte sich zumindest das Premierenpublikum gut unterhalten. Denn wer das Gehörte nicht nur als Ablachen über anderer Leute Dummheit versteht, sondern auch zwischen den Zeilen zu lesen gewillt ist, dem öffnet besagte Doktorarbeit interessante Einblicke in die menschliche Natur. Und hält vor allem männliche Besucher vielleicht demnächst von spontanen Ideen mit fatalen Folgen ab.

Skepsis ist durchaus angebracht: Ich-trau-mir-alles-zu-Tausendsassa Charlotte G. Roche entert die Bretter, die die Welt bedeuten, wenn auch zunächst nicht mit Skakespeare oder Goethe, sondern einer Lesung, die das (kleine) Theater als Bühne wählt, weil die Art und Weise dieser Performance da schlicht und einfach besser hinpasst, als in Clubs oder Literaturhäuser. Denn Charlotte liest nicht alleine und auch kein eigenes Werk. Gemeinsam im Duett mit dem Schauspieler und »Comedian« Christoph Maria Herbst dürfen wir stattdessen dem Vortrag einer originalen Doktorarbeit aus dem Jahre 1978 lauschen: »Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern«. Doch wo dieser Titel zunächst eher Erinnerungen an platte und wenig originelle Party-Anekdoten aus der Yuka-Palmen-Schublade erwarten lässt, entpuppt sich der augenzwinkernde Vortrag von Roche und Herbst zum kuriosen Late-Night-Spaß, der zwischen Befremden, Ekel und Kopfschütteln durchaus mal einen Lacher initiert, aber nie brutal darauf hinarbeitet. In der angenehm intimen Atmosphäre des Kölner Wohnzimmertheaters, wo nach der privaten Uraufführung nun auch die ersten zwei öffentlichen Termine stattfinden, fühlte sich zumindest das Premierenpublikum gut unterhalten. Denn wer das Gehörte nicht nur als Ablachen über anderer Leute Dummheit versteht, sondern auch zwischen den Zeilen zu lesen gewillt ist, dem öffnet besagte Doktorarbeit interessante Einblicke in die menschliche Natur. Und hält vor allem männliche Besucher vielleicht demnächst von spontanen Ideen mit fatalen Folgen ab.

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