Patrick Wolf gründet eigenes Label

Patrick WolfNach den beiden auf Tomlab erschienenen LPs »Lycanthropy« und »Wind In The Wires« sowie dem Ausflug zu Polydor mit »The Magic Position« hat der stets bestgekleidete Singer/ Songwriter der Welt Patrick Wolf nun Neues im Sinn. Das vierte Album erscheint nach Wolfs Plänen im Frühjahr 2009 und soll den Namen »Battle« tragen. Dafür hat der 25-jährige Londoner sein eigenes Label Bloody Chamber Music gegründet, wobei »bloody chamber« eine Umschreibung für das Herz darstellt.

    Finanziert werden soll »Battle« wie auch weitere zukünftige Veröffentlichungen nach dem Modell des »Supporter Projects«, mit dem die Einstürzenden Neubauten 2004 ihr »Perpetuum Mobile« ganz ohne Label umsetzen konnten: Der Fan wird Shareholder, erhält im Gegenzug Einsicht in die Produktion und weitere Privilegien.

   Abgewickelt wird der Prozess im Falle Wolfs von Bandstocks, einer Firma, die sich um mehrere solche Projekte kümmert. Auf Bandstocks schreibt Wolf über seine Entscheidung:

With the old world recording industry a rapidly sinking ship; recording studios closing weekly, free downloads daily, more musicians hitting the long road than ever before to feed themselves, I am happy to have come across a new intimate system of audience and artist participation called Bandstocks. This will be funding Bloody Chamber Music, and the international physical and digital release of my fourth album, Battle, and its collective singles.

It’s an exciting game we can play together; you get to be an investor and stakeholder in the album. You will get special editions, first copies of the album, private privileges and mixes… and we get to conquer the world together and show that independence and self sufficiency are the two ways forward and out of the mess the industry is in.

   Damit niemand die Katze im Sack kaufen muss, findet sich auf Wolfs Bandstocks-Seite ein knapp seibenminütiger Mix aus diversen Songs von »Battle«. Hört sich so an, als befände sich Wolf, der schon mit 18 erste EPs veröffentlicht hat, in der Entwicklung vom musizierenden Jüngling zum souveränen Pop-Crooner.

 

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