Paradise lost, Ur-Rebellion auf Hamburger Bühne

Paradise lost

Das Kommando Himmelfahrt zeigt auf Kampnagel in Hamburg ab morgen seine Interpretation von Paradise lost.

Bereits 1667 wurde Paradise lost von John Milton gedichtet. Auch fast 350 Jahre später brigt der Stoff vom Aufstand der späteren gefallenen Engel unter der Führung Satans und ihrer Rache an Gott durch die Verführung der Menschen Inspiration für widerspenstige und kritische Köpfe in aller Welt. Die so gebündelte Sprengkraft will das Kommando Himmelfahrt mit seiner utopischen Musiktheaterproduktion nun offenlegen. Die Gruppe um Jan Dvorak, Thomas Fiedler und Julia Warnemünde hatte zuvor auch Leviathan oder Utopia auf die Bühne gebracht, jetzt arbeitet man mit der Schauspielerin Sarah Sandeh, einem Männerchor und der eigenen »Himmelfahrt Music Hall« zusammen. Von morgen, dem 4. Juni, an wird das Stück an jedem Abend bis Sonntag im K2 auf Kampnagel zu sehen sein. Nachfolgend der Trailer.

Die Hamburger Theatergänger dürfen sich außerdem schon einmal den 6. September vormerken, dann feiert nämlich Jette Steckels Inszenierung von Shakespeares Romeo und Julia ihre Premiere am Thalia Theater. Das theatrale Element wird dabei unterstützt von Musik aus den Händen, Köpfen und Mündern von Anja »Soap&Skin« Plaschg und 1000 Robotas Anton Spielmann sowie einer »Massenbewegung« von 40 Jugendlichen. Das dürfte interessant werden.