Open Source Patente

Die Sache mit den Creative Commons-Patenten ist nichts unbedingt Neues mehr. Jede/r sich im Internet bewegende Mensch ist sicherlich schon einmal über Web-Seiten mit einem kleinen grünen Sticker gestolpert, beschriftet mit "Creative Commons" bzw- "Some Rights reserved".
Das Prin …
Die Sache mit den Creative Commons-Patenten ist nichts unbedingt Neues mehr. Jede/r sich im Internet bewegende Mensch ist sicherlich schon einmal über Web-Seiten mit einem kleinen grünen Sticker gestolpert, beschriftet mit "Creative Commons" bzw- "Some Rights reserved".
Das Prinzip hinter den Creative Commons-Lizenzen ist erschreckend einfach: Das Internet ist eine große Bibliothek, aus der sich die Welt mit Informationen versorgt. Diese Informationen frei zugänglich und kostenlos nutzbar zu machen haben sich die Macher der Creative Commons vorgenommen. Jeder Eigentümer geistigen Eigentums, egal ob es sich um Wort, Bild, Ton, etc. dreht – sprich Künstler – entscheidet selbst, welche Rechte für das Netz bzw. die normale "analoge" Welt freigegeben werden. Sprich: Was darf in welchem Umfang von der ursprünglichen Idee genutzt und was verändert werden.
Die Creative Commons-Lizenzen haben somit Open Source-Charakter, da sie für nahezu jedermann (legal) nutzbar sind (und sind mittlerweile neben vielen anderen Sprachen auch in Deutsch verfasst).

Und damit war der Schritt weg von den traditionellen Künsten hin zur Wissenschaft nur ein kleiner. Science Commons, eine Tochterfirma von Creative Commons, will in Zukunft auch Wissenschaftlern den Austausch ihres geistigen Eigentums erleichtern. Science Commons wirkt damit dem Patentierungswahn der vergangenen Jahre entgegen, in denen auf jede kleine Innovation ein Patentstempel gepackt und nur für teures Geld wieder entfernt wurde. »Es geht darum, einige der unerwünschten Lasten des Urheberrechts zu beseitigen«, so Creative-Commons-Direktor Glenn Otis Brown gegenüber Heise.de. »Wir wollen den Austausch wissenschaftlicher Daten erleichtern und Transaktionskosten eliminieren.« Gerade in Zeiten, in denen Software-Patente in Europa
salonfähig gemacht werden sollen, scheint dies ein guter Ansatz für mehr Innovation und Ideenaustausch.

Doch auch im Musikbereich tut sich Dank den Creative Commons einiges: CC Mixter wurde erst vergangenen Donnerstag gelaunched und erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Hier werden auf legalem Wege Remix- bzw. Mash-Up-Versionen etablierter Künstler online gestellt und zum Download angeboten. »It’s a way to upload songs, loops, and acapella tracks to be remixed by other users, and when they do, they’ll associate their songs with the originals.«, so Matt Haughey im Creative Commons Weblog.
Normalerweise würde man an dieser Stelle über die Quelle des Original-Materials munkeln und doch irgendwann bei "Illegal" landen. In diesem Fall ist es anders: Sämtliche auf CC Mixter genutzen Audio-Samples stammen von einer Creative Commons-Compilation, die das Wired-Magazine für seine November-Ausgabe unter dem Titel "The Wired CD: Rip. Sample. Mash. Share" zusammengestellt hat. Unter den bisher unveröffenmtlichten Songs finden sich Namen wie die Beastie Boys, My Morning Jacket, Spoon, Dan the Automator, Le Tigre, Chuck D, The Rapture, DJ Danger Mouse und David Byrne. Und für alle die wirklich bis zum Ende durchgelesen haben, folgt nun der Link zum kostenlosen & legalen Download der Wired-Creative Commons-CD.

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