„On Music“ im Berliner Haus der Kulturen der Welt stellt richtige und wichtige Fragen nach der Zukunft von Musik und Diskurs. Los geht es mit einem Abend zur Plattform Norient und einer Diskussion zur Politik des Dancefloors – SPEX empfiehlt.

Print ist tot! Aber das brauchen wir euch ja sowieso nicht zu erzählen. Nur: what’s next? Um diese und noch viel mehr Fragen drehen sich die monatlichen Veranstaltungen der Serie „On Music“ im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Initiiert wurde die Reihe von SPEX-Autor Detlef Diederichsen und untersucht nicht nur die Fallstricke und Möglichkeiten zeitgenössischen Musikjournalismus, sondern widmet sich ebenso den Potenzialen von Musik als Diskursmedium in einer gleichermaßen globalisierten und fragmentierten Welt. Und das jeden ersten Donnerstag im Monat.

Sarathy Korwar by Promo 2020
Guck auch lieber nach vorne statt nach hinten oder gar in die Kamera – Sarathy Korwar (Foto: Promo/HKW).

Los geht es am 5. März mit einem Abend, der das Kollektiv Norient beziehungsweise die Plattform Norient Space in den Fokus nimmt. Das multimedial agierende Magazin für globale Musikkultur(en) erfindet sich diesen Frühling als virtuelle Galerie und Online-Community neu. Wie genau das aussehen, klingen, riechen und schmecken wird, diskutiert Norient-Mitglied Theresa Beyer gemeinsam mit Faisal M. Khan, Bryan Little, Jenny Fatou Mbaye, Kamila Metwaly und Ali Gul Pir, derweil das Rahmenprogramm schon die Praxis erlebbar macht. Neben einem abschließenden DJ-Set von Dis Fig macht auch der US-amerikanische Jazz-Musiker Sarathy Korwar mit einem Live-Auftritt deutlich, wohin es heute und morgen mit Norient gehen wird.

Fest steht auch schon, worum es in der Folgeausgabe am 2. April gehen wird. „Politics Of The Dancefloor“ ist dieser überschrieben und was genau das bedeuten soll, muss in Berlin sowieso niemandem mehr erklärt werden. Immerhin steht der Termin für Dr. Mottes Neuauflage der Love Parade bereits fest. Aber ist es das, was Underground Resistance damals wollten, als sie Techno als widerständige Kulturkraft etablierten? Gut, dass „Mad“ Mike Banks persönlich kommt und die Frage somit beantworten kann. Gemeinsam mit Larisa Kingston Mann, Phatstoki und Eugenia Seriakov sowie Moderatorin Samira Bin Sharifu werden darüber hinaus allerdings noch ganz viele andere Aspekte des polit-hedonistischen Treibens aufs Tapet gebracht, bevor Phatstoki und Sarah Farina die Decks übernehmen. Und danach? Geht es weiter. Mit „On Music“, mit kritischer Reflexion und künstlerischen Interventionen.

Weitere Infos und Tickets gibt es hier.

„On Music“
Jeden ersten Donnerstag im Monat – Berlin, Haus der Kulturen der Welt