»Ohm Sweet Ohm«: Kraftwerk spielen Deutschland-Tour

Foto: Kraftwerk in der Neuen Nationalgalerie/ Peter Boettcher

Nach ihrem Der Katalog – 1 2 3 4 5 6 7 8-Marathon in der Berliner Neuen Nationalgalerie im Januar geht das Quartett im November abermals auf Deutschland-Tour.

Dass sie zum Kunstwerk taugen, haben Ralf Hütter, Henning Schmitz, Fritz Hilpert und Falk Grieffenhagen an acht aufeinanderfolgenden Abenden im Hauptstadt-Museum bewiesen – in Matrix-Taucheranzügen, leicht wohlstandsbauchverzerrt, in 3D.

Dabei müssen Kraftwerk im 45. Jahr nach der Gründung durch Hütter und Florian Schneider, der die Band 2009 verließ, niemandem mehr irgendetwas beweisen. »Wenn Ralf Hütter, die Bühne ist in sattes Telekom-Magenta getaucht, über Tinder-Sex singt (»Computerliebe«), benutzt er das Wort Rendezvous. Sofort stellt sich dieser Heimeligkeitsfaktor ein, der im Kraftwerk’schen Werk bei all dem Futurismusgeklingel notorisch unterschätzt wird: die Fähigkeit, technologische, genormte, entemotionalisierte Prozesse und Objekte trotz und gerade wegen der Kälte und Präzision der Beschreibung aufzuladen mit dieser unvergleichlichen robotischen Niedlichkeit«, schrieb SPEX-Autor Arno Raffeiner über die Performance der Mensch-Maschinen Anfang des Jahres. Nicht weniger ist von den sechs angekündigten Konzerten am Ende desselbigen zu erwarten. Der Vorverkauf beginnt am 22. Mai, 11 Uhr.

Kraftwerk live
20.11. Essen – Lichtburg
25.11. Köln – Palladium
27.11. Hamburg – CCH 1
29.11. Stuttgart – Liederhalle Beethoven-Saal
01.12. Frankfurt – Jahrhunderthalle
07.12. Leipzig – Haus Auensee

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