Noise Worship: SPEX präsentiert Merzbow, Keiji Haino & Balázs Pándi

The Fearsome Threesome: Merzbow, Keiji Haino und Balázs Pándi.

In der St. Elisabeth Kirche werden Japanoise-Maestro Merzbow, der japanische Improsänger und Noise-Gitarriste Keiji Haino sowie der ungarische Drummer Balázs Pándi ihre Kräfte bündeln. Am 31. Mai präsentiert SPEX die erste Deutschlandshow.

Nachdem Steven Stapleton aka Nurse With Wound schon die Berliner Sophienkirche in die Tiefen seines Industrial Noise hineinsog (SPEX präsentierte), folgt nun das zweite von drei ungewöhnlichen Events, die die Kirchen Berlins zum Schauplatz für experimentelle elektronische Musik werden lassen: dieses Mal mit Merzbow, Keiji Haino & Balázs Pándi in der St. Elisabeth-Kirche.

Merzbow, mit bürgerlichem Namen Masami Akita, widmete sich nach seinem Kunststudium kaputten Taperecordern und – natürlich – einer Menge Feedback. Seit 1981 schon gibt es sein Projekt Merzbow, das nunmehr kaum aus der Noise-Szene Japans wegzudenken ist. Neben Kollaborationen mit Alec Empire, arbeitete er auch mit Sunn O))) oder Jim O’Rourke zusammen. Der ungarische Drummer Pándi kennt Merzbow zwar schon ein Weilchen, spielte aber auch mit anderen namhaften Experimentalisten wie dem Breakcorer Venetian Snares, Otto von Schirach oder The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble. 2010 startete Pándi mit Bong-Ra das Metal-Electronica-Breakcore-Projekt Wormskull und ist momentan auch mit der italienischen Doom-Band Obake unterwegs. Auch Keiji Haino hat seine Verbindungen zu Merzbow, verschrieb sich aber zunächst von Artaud inspiriert dem Theater, bevor er über Psych Rock und frühen Blues doch zur Musik und ihren unzähligen Möglichkeiten gelang. Als Autodidakt blickt der Japaner mittlerweile auf eine lange Reihe von Bandprojekten, deren Teil er war – wie Lost Aaraaf, Fushitsusha, Nijiumu oder Aihiyo.

Jeder einzelne dieser Kollaborateure hat also für sich schon einen ambitionierten Background, nun haben sie sich gemeinsam als fearsome threesome einen Namen gemacht: Letztes Jahr erschien das erste gemeinsame Album An Untroublesome Defencelessness. Vorher hatten Merzbow und Pándi schon seit 2009 diverse Liveplatten veröffentlicht – unter anderem Cuts mit Mats Gustafsson 2013 sowie 2015 Cuts of Guilt, Cuts deeper mit Thurston Moore. Parallel spielten Merzbow und Haino gemeinsam seit 2007 unter dem Namen Kikuri.

SPEX präsentiert Merzbow, Keiji Haino & Balázs Pándi live
31.05. Berlin – St. Elisabeth-Kirche

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